<BR />Die Bushaltestelle bei der Abzweigung nach Unterwielenbach steht in jedem Fahrplan und wird seit rund 50 Jahren von den Bussen angefahren. „Hätten wir gewusst, dass es ein Problem gibt, dann hätten wir uns darum gekümmert“, sagt Bürgermeister Martin Schneider. Entsprechend überrascht war er, als Ende der Vorwoche die Gemeinde und viele Schulen vom Amt für Mobilität informiert wurden, dass die Busse ab Montag aus Sicherheitsgründen an der Haltestelle nicht mehr anhalten. <h3> Ärger über Art und Weise der Kommunikation</h3>„Die Art und Weise der Kommunikation ist nicht korrekt, das hätte man uns früher mitteilen müssen und uns nicht vor vollendete Tatsachen stellen dürfen“, spricht Schneider Klartext. Dass laut Gesetz eine Bushaltestelle an dieser Stelle nicht mehr genehmigt würde, könne man verstehen, „aber diese Haltestelle gibt es seit 50 Jahren“, betont Schneider. Außerdem werde die Straße in absehbarer Zeit mit Inbetriebnahme der Umfahrung zur Gemeindestraße und man habe mehr Spielraum für eine Bushaltesstelle.<BR /><BR /><embed id="dtext86-64225004_quote" /><BR /><BR />Mehrere Gespräche am Freitag in Bozen fruchteten aber nichts. Und so sahen Schüler und Unterwielenbacher gestern die Überlandbusse ungebremst an der Haltestelle vorbeiziehen. „Die Überlandbusse waren vor allem für die Schüler wichtig, die morgens keine Alternative haben, weil der Citybus die Haltestelle Unterwielenbach erst um 9 Uhr erstmals anfährt“, sagt der Bürgermeister. Sie mussten gestern also irgendwie nach Percha gelangen, um dort in den Bus zu steigen, der vorher in Unterwielenbach nicht mehr angehalten hat. Das werden sie voraussichtlich noch die ganze Woche tun müssen. <h3> Lokalaugenschein an der Bushaltestelle</h3>Dann wird zumindest eine provisorische Ersatzbushaltestelle eingerichtet sein. Diese kristallisierte sich bei einem Lokalaugenschein gestern Nachmittag heraus. „Bis Schulende versuchen wir, eine Haltestelle in der ,Michaeler Kurve‘ einzurichten“, erklärt Schneider. An der Stelle wird derzeit ein Gebäude mit Elektrokabine und Notausgang des im Bau befindlichen Umfahrungstunnels errichtet. Derzeit ruhen dort die Arbeiten, und es kann eine Ausweichmöglichkeit für die Busse eingerichtet werden. <BR /><BR />Auch nach einer längerfristigen Lösung wird gesucht. „Unsere erste Priorität ist, dass die Haltestelle an dieser Stelle bleibt“, betont Schneider.