Das Eiskratzen zählt in diesen Tagen zum Morgensport bei vielen Südtirolern. Doch damit ist das Problem mit der Kälte noch nicht vorbei, wenn der Motor gestartet ist. Denn: Bei derart eisigen Temperaturen kann es passieren, dass der Diesel in den Leitungen gefriert. <h3> Ab 15. November Winterdiesel</h3>In Südtirol ist es zwar üblich, dass ab 15. November Winterdiesel aus der Zapfpistole kommt. Dieser schützt bis zu einer Temperatur von circa minus 18 Grad Celsius, während der Diesel, der im restlichen Jahr verkauft wird, bereits bei null Grad für Probleme sorgen könnte.<BR /><BR /> Im Unterschied zum Sommerdiesel werden dem Winterdiesel Antigefriermittel zugesetzt, die die Entstehung von Paraffinkristallen verzögern. „Sinkt das Thermometer noch weiter in den Keller, kann aber selbst der Winterdiesel eindicken und ausflocken“, erklärt Walter Soppera, Präsident der Tankstellenpächter im hds.<BR /><BR />Startprobleme von Fahrzeugen durch gefrorenen Diesel kommen deshalb immer wieder vor. Laut Soppera liege dies jedoch häufig daran, wo das Fahrzeug zuvor betankt wurde: „Unter Rovereto wird kein Winterdiesel verkauft. Wer sein Auto dort betankt und dann in kältere Regionen fährt, riskiert, dass der Diesel einfriert.“ Besonders betroffen von möglichen Pannen sind daher Touristen oder Einheimische, die mit vollgetanktem Auto aus milderen Gefilden anreisen.<h3> Preislich keine Unterschiede</h3>Preislich gibt es für den Konsumenten keinen nennenswerten Unterschied. Für Tankstellenbetreiber hingegen beträgt der Aufpreis etwa einen Cent pro Liter. „Die ohnehin schwankenden Kraftstoffpreise sind komplex zu berechnen. Für Verbraucher gleichen sich Sommer- und Winterdiesel jedoch in der Regel aus“, so der Tankstellenbetreiber.<BR /><BR />Kommt es trotz aller Vorsicht zur Panne und das Auto bleibt stehen oder lässt sich gar nicht erst starten, kann es schnell teuer werden. „Das nicht mehr fahrfähige Auto muss abgeschleppt und an einen wärmeren Ort gebracht werden, damit die Leitungen auftauen können“, weiß Soppera.<BR /><BR />Je nach Wetterlage wird meist bis Mitte März Winterdiesel verkauft. Bei besonders tiefen Temperaturen kann diese Phase jedoch verlängert werden.