Dieser Text gibt hilfreiche Tipps für die letzte Reise des Haustiers und für die Trauer danach.<BR /><BR /><b>Von Petra Schwienbacher</b><BR /><BR />Wer Haustiere hält, muss sich früher oder später unweigerlich mit dem Gedanken des Abschieds beschäftigen. Für Tierhalter ist der letzte Gang zum Tierarzt besonders schwierig. <BR /><BR />Wenn auch dieser nicht mehr helfen kann, haben Herrchen und Frauchen die Pflicht, ihr Tier vom Leiden zu erlösen. Dabei sollte man den letzten Weg unbedingt gemeinsam gehen und das Tier in den letzten Stunden nicht allein lassen. Werden Hunde, Katzen oder andere Tiere in dieser Situation allein gelassen, geraten sie oftmals in Angst, suchen panisch nach ihrem menschlichen Freund. Egal, wie schwer der Abschied also fällt – man ist es seinen tierischen Freunden schuldig, ihnen beizustehen.<BR /><BR />Wenn möglich, vereinbart man einen Hausbesuch. Dann kann das Tier in seiner gewohnten Umgebung friedlich einschlafen. Sollte es nicht möglich sein, kann man in der Klinik einen Termin vereinbaren. Dort sollte man ebenfalls so gut es geht Hektik vermeiden. Viele Tiere beruhigt es, auf ihrer gewohnten Decke einschlafen zu dürfen. <BR /><BR />Beim Einschläfern wird das Tier zunächst in Narkose gelegt, erst dann bekommt es die letzte Spritze. Zu diesem Zeitpunkt schläft es bereits tief und bekommt nichts mehr davon mit. Man selbst sollte so ruhig wie möglich bleiben, seinem Tier gut zureden, es streicheln und bis zum letzten Atemzug da sein.<h3> Trauern</h3>Es ist ganz normal, zu trauern, und es ist ganz wichtig, dass man sich auch erlaubt, zu trauern. Nur so kann man den Verlust verarbeiten. Dabei trauert jeder auf seine Weise. Manchen hilft es, sich ehrenamtlich für andere Tiere zu engagieren, beispielsweise in einem Tierheim mitzuhelfen, andere brauchen vorerst einmal Abstand von anderen Tieren. Beides ist völlig okay, denn jede Art zu trauern, ist richtig. <BR /><BR />Wer sein Tier im Garten beerdigen möchte, muss auf die gesetzlichen Bestimmungen achten: In Südtirol ist das Vergraben eines Tieres nur auf Privatgrund und mit Genehmigung der Gemeinde und des Tierärztlichen Dienstes gestattet. Dabei gelten besondere Auflagen: Je nach Größe muss das Tier mindestens 40 Zentimeter unter der Oberfläche in einer versiegelten Eisenkiste begraben werden.<BR /><BR />Eine weitere Möglichkeit ist, sein Tier einäschern zu lassen – beispielsweise im Tierkrematorium „Nova Luce“ am Stadtrand von Bozen.<h3> Neue Artgenossen</h3>Kaninchen und Meerschweinchen leben in Gruppen. Das heißt, sie dürfen nie allein gehalten werden. Hält man nur zwei Nager und einer stirbt, sollte idealerweise sofort wieder ein neuer einziehen – spätestens innerhalb der ersten zwei Wochen. Es gibt Tiere, die innerlich trauern, krank werden und sogar sterben, wenn sie ihr Partnertier verlieren und keine neuen Artgenossen bekommen.<BR /><BR />Möchte man kein Zweitkaninchen dazuholen oder beispielsweise langfristig keine Meerschweinchen mehr halten, sollte man besser jetzt mit der Haltung aufhören und sein Tier in gute Hände geben, in denen es in Gesellschaft von anderen alt werden kann.