Laut Ladinser wird ein zerstörerischer Eingriff in die Landschaft bestenfalls vermieden. „Man muss sich stets die Frage stellen, ob der Bau wirklich notwendig ist“, betonte die Vizepräsidentin des Dachverbandes. Dabei ist Ladinser durchaus bewusst, dass an manchen Eingriffen kein Weg vorbei führt – etwa bei gewissen Straßenbauten oder Wohnprojekten. „Sollte eine Baumaßnahme unvermeidbar sein, gilt es darauf zu achten, deren Schäden an der Natur so gering wie möglich zu halten“, sagte sie. „Geht Lebensraum verloren, muss er durch einen neuen, gleichwertigen ersetzt werden.“ <BR /><BR /><embed id="dtext86-67189588_quote" /><BR /><BR />Vermeiden, mildern oder ausgleichen – auch laut AVS-Präsident Georg Simeoni sind diese 3 Schritte des Leitfadens unerlässlich. „Überall wo gebaut wird, ist die Natur in Gefahr“, unterstrich er. „Genau hier müssen wir eingreifen.“<h3> Für Projektplaner und Bauherr geeignet</h3>Der von AVS, Heimatpflege- und Dachverband erstellte Leitfaden ist vielschichtig: „Sowohl der Planende eines Projekts als auch der Bauherr selbst sollte ihn sich zu Herzen nehmen“, empfahl Florian Trojer, Geschäftsführer des Heimatpflegeverbandes. „Ebenso stellt der Leitfaden ein Hilfsmittel für zuständige Behörden dar.“ Er lasse sich ganz einfach in Form einer Checkliste abarbeiten. Der Leitfaden eignet sich nicht nur für große Vorhaben, sondern genauso für kleine Bauprojekte auf Gemeindeebene.<BR /><BR /><embed id="dtext86-67189584_quote" /><BR /><BR />„Auch kleine Eingriffe können eine große Wirkung auf die Natur haben“, brachte es Landesrat Peter Brunner auf den Punkt. Deshalb solle man sich auch bei diesen an den Leitfaden halten. „Er ist ein wesentlicher Beitrag für den Landschaftsschutz“, betonte Brunner.<BR /><BR /> In der Gemeinde Vahrn bleibt die Natur nicht verschont. „Zur Notwendigkeit eines Bauvorhabens gibt es immer unterschiedliche Ansichten“, sagte dessen Bürgermeister und Präsident des Gemeindeverbands, Andreas Schatzer. „Manche Eingriffe sind allerdings erforderlich.“ Laut Schatzer müsse man darauf achten, diese so wenig belastend wie möglich durchzuführen, denn „die Naturlandschaft ist das wichtigste Gut Südtirols“, schließt er. „Es ist unsere Aufgabe sie zu schützen.“ <BR /><BR /> <a href="https://bit.ly/4htPWLx" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Den Leitfaden finden Sie hier.</a>