Tierfreundin Petra Schwienbacher zeigt, wie es klappt.<BR /><BR />Muss der Hund von heute auf morgen plötzlich alleine bleiben und hat das nie gelernt, so bedeutet das für ihn einen großen Stress. Die Angst, alleine zurückgelassen zu werden, ist bei Hunden tief verwurzelt. Daher sollte man bereits im Welpenalter damit beginnen, seinen Hund daran zu gewöhnen, auch mal kurz alleine zu bleiben.<BR /><BR />Aber wie lange darf ein Hund alleine gelassen werden? So pauschal lässt sich das nicht sagen, denn jeder Hund geht anders mit dem Alleinsein um. Welpen sollten allerdings schon wegen der Stubenreinheit nicht zu lange alleine bleiben, denn sie müssen sich regelmäßig lösen. Erwachsene Hunde können auch mal bis zu maximal 5 Stunden alleine bleiben.<BR /><BR /><b>Das Alleinbleiben</b><BR /><BR />Wenn der Vierbeiner nicht mit zur Arbeit genommen werden kann und nicht immer jemand zu Hause ist, sollte man sich am besten nach einem Hundesitter umsehen, der die Wartezeit überbrückt und mit dem Hund zumindest Gassi geht.<BR /><BR />Je mehr wir uns freuen, wenn wir wieder zurückkommen, desto mehr Stress bedeutet das für den Hund. Er wird stundenlang darauf warten, bis er sein Herrchen endlich wieder begrüßen kann. Aus diesem Grund sollte es keine große Sache sein, wenn man das Haus verlässt, sondern man sollte sich nur kurz mit denselben Worten und Handzeichen verabschieden. Das kann zum Beispiel sein: „Ich komme bald wieder“ und ein Winken. Dasselbe gilt beim Zurückkommen: Ein „Hallo“ und eine kurze Berührung reichen.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="737687_image" /></div> <BR /><BR />Dreht der Hund auf oder springt er an einem hoch, wenn man die Wohnung betritt, so ignoriert man ihn am besten so lange, bis er sich beruhigt hat. Das kann man machen, indem man sich vom Hund wegdreht, man kurz in einen anderen Raum geht oder sich z. B. mit einem Buch beschäftigt.<BR /><BR /><b>Das Training</b><BR /><BR />Hat der Hund oder Welpe noch nicht gelernt alleine zu bleiben, beginnt man das Training, wenn er nach dem Spaziergang müde im Körbchen liegt. Dann geht man zuerst nur in ein anderes Zimmer, schließt für einige Sekunden die Tür und kehrt dann wieder zurück. Das wiederholt man mehrere Male am Tag.<BR /><BR />Die Zeit sollte vor allem anfangs nur langsam gesteigert werden. Daher ist Geduld gefragt. Aber kann der Vierbeiner erstmal bis zu einer Stunde alleine bleiben, geht es mit dem Training schnell. Dann kann er bald auch länger alleine bleiben.<BR /><BR />Sollte der Hund beim Training einmal jaulen, weil man doch zu lange weg war, dann heißt es hart bleiben, bis er alleine aufhört. Andernfalls würde er das Zurückkommen mit seinem Geheul verknüpfen und in Zukunft immer lauter werden, wenn er alleine gelassen wird.<BR /><BR /><b>Die Leckereien</b><BR /><BR />Beim Alleinbleiben helfen Kauknochen oder ein mit Joghurt und Leckereien befüllter Kong. Das Knabbern und Lecken hilft dem Hund, Stress abzubauen und beschäftigt ihn für einige Minuten. Wichtig: Nie aus dem Haus gehen, wenn der Hund schläft. So kann es nämlich zu noch größeren Trennungsängsten kommen. Hat das Tier diese bereits, sollte man sich am besten an einen professionellen Hundetrainer wenden.