Bei einer Veranstaltung im Vinschgau waren sich alle Beteiligten darin einer Meinung...<BR /><BR />Fliesenleger oder Lackierer, Maurer, Tiefbauer oder z. B. Maschinenbaumechaniker – all das sind Berufe, die gefragt sind wie nie. Das stellte die Direktorin der Landesberufsschule Schlanders, Virginia Tanzer, am vergangenen Samstag fest.<h3> Handwerker sind gefragte Fachleute und bleiben es auch künftig</h3>Sie konnte, gemeinsam mit Landesrat Philipp Achammer und Vertretern der Berufsverbände, Gesellenbriefe und Abschlussdiplome überreichen. Hunderte von Gästen – Jugendliche mit Begleitung sowie Lehrkräfte – waren erschienen, um den Abschluss der Schulkarriere zu feiern.<BR /><BR /> Dabei wurde mehrfach betont, dass Handwerker gefragte Fachleute seien und sich die Absolventen von Berufsschulen keine Sorgen um eine Arbeitsstelle machen müssten. Es gebe ohnehin zu wenige Handwerker, diese würden auch weiterhin am Bau und bei Reparaturen gebraucht werden. <h3> Gert Lanz: Niederlagen sind „Scheiße“</h3> Ex-lvh-Chef Gert Lanz hielt eine Festrede zum Thema Auf und Ab im (Berufs-) Leben und sagte, dass es nicht darum gehe, Ausbildungswege untereinander auszuspielen. Im Land würden viele gute Mitarbeiter gebraucht, so auch im Handwerk. Lanz kam auf seine eigenen Erfahrungen im Zusammenhang mit Firmen in Schieflage zu sprechen und gab offen und ehrlich zu, dass „Niederlagen Scheiße“ seien, zumindest im ersten Moment. Es gelte aber, daraus zu lernen und sich neue Ziele zu setzen. Das wollte Lanz den jungen Menschen im Saal mit auf den Weg geben – sie sollten nicht aufgeben, auch wenn es einmal nicht so klappt wie gewünscht.<h3> Wenn Landesräte am Bau arbeiten</h3>Landesrat Philipp Achammer kam ebenfalls auf den Wert von beruflicher und schulischer Bildung zu sprechen. Dabei brach er eine Lanze für die Berufsschulen, deren Ausbildungen seien gleichwertig mit anderen. Wer von „nur Berufsschule“ spreche, rede „Stumpfsinn“, sagte Achammer und ergänzte, dass er sich selbst gut vorstellen könne, statt eines Doktortitels einer Universität ein Maurer mit Gesellenbrief zu sein – und dann würde der Bildungslandesrat wohl zur Maurerkelle greifen.