Wie viele Südtiroler bereits eine Covid-Infektion aus dem Urlaub mitgebracht haben und was das Land diesbezüglich plant? Das erfahren Sie hier. <BR /><BR />Sommer, Sonne, Strand oder das Getümmel in einer malerischen Altstadt: Gar mancher wird dabei unvorsichtig und fängt sich nicht nur schöne Erinnerungen, sondern auch das Coronavirus ein. Gingen im Juni in Deutschland noch 10 Prozent der Infektionen auf eine Auslandsreise zurück, so sind es jetzt gut 30 Prozent. <BR /><BR />Südtirol spielt noch nicht ganz in derselben Liga wie Deutschland, aber immerhin: In den letzten 10 Tagen wurden 170 positive Fälle registriert. 30 bis 40 davon gingen laut Auskunft des Sanitätsbetriebes auf Rückkehrer aus den Ferien zurück. „Dabei geht es um Spanien und insbesondere den Großraum Barcelona, Griechenland und Malta“, sagt Landesrat Thomas Widmann.<BR /><BR />Noch sei das Phänomen überschaubar, die Kontaktverfolgung funktioniert. Trotzdem gelte es, vorsichtig zu sein und vorzubauen. Auf seinen Antrag hin hat die Landesregierung am Dienstag deshalb beschlossen, Ferienrückkehrern aus dem Ausland einen kostenlosen Antigentest anzubieten. „Die Umsetzung des Beschlusses wird derzeit vorbereitet und in den nächsten Tagen bekanntgegeben“, so Widmann.<BR /><BR />Anzunehmen ist, dass sich der Sanitätsbetrieb auf bewährte Kanäle wie Apotheken und Hausärzte stützen wird. Zu klären ist, ob die Fahrt ins Ausland nachzuweisen ist. Anzunehmen ist allerdings, dass man eher auf Eigenerklärungen setzen wird. Von den Apothekern ist kaum zu verlangen, dass sie Zugtickets oder Mautkarten der Autobahn kontrollieren. <BR /><BR />Was hingegen Tests gegen Bezahlung betrifft, so arbeite man laut Landesrat Thomas Widmann an einem Rahmenabkommen mit den Apotheken zur Vereinheitlichung der Preise. Dies gelte sowohl für Antigentests, deren Kosten zwischen 25 und 35 Euro liegen, als auch für Nasenflügeltests auf eigene Kosten.<BR />