Arnold lebt seit zwei Jahren von seiner Frau getrennt. Die Trennung war für ihn sehr schmerzhaft und erschütternd. Das war auch der Anlass, sich in der Caritas-Männerberatung Unterstützung zu holen. In der Bewältigung seiner Krise wird ihm bewusst, wie wenig er für seine Frau, wie wenig er vor allem aber für seine Kinder da war (alles war ihm wichtiger: seine Arbeit, die Vereine, die Kollegen…). Heute schmerzt ihn das noch immer, denn er liebt seine Kinder. <h3> Als Vater baut er nun seine eigene Beziehung auf</h3>Nach einer Zeit großer Enttäuschung, Kränkung und Verunsicherung macht sich Arnold jedoch auf den Weg, sich als Mann, als Vater neu zu entdecken. <BR /><BR />Er hat aus der Krise gelernt, wächst hinein in die neue Rolle, als Mann und vor allem als Vater für seine Kinder da zu sein. „Wenn die Kinder bei ihm sind“, sagt er, „ist er ganz bei ihnen.“ Für sie da zu sein, ist heute keine Verpflichtung mehr für ihn. <BR /><BR />Als Vater baut er zu den Kindern nun seine eigene Beziehung auf, freut sich, wenn sie bei ihm sind, ist präsent, hört zu, begleitet, spielt, tröstet, setzt bestimmt, aber liebevoll Grenzen, organisiert den Alltag, die freizeitlichen Aktivitäten und übernimmt nun als „getrennt erziehender“ Vater eigenständig und allein die Verantwortung. „So bewusst und innig hat er sich als Vater in der Beziehung zu seinen Kindern noch nicht erlebt“, sagt er. <h3> Manchmal ist er auch überfordert</h3>Ja, manchmal verspürt er den Druck, die wenigen Tage, an denen die Kinder bei ihm sind (am Wochenende, an einzelnen Tagen, in Ferienzeiten), perfekt zu gestalten und die Sorge, „nicht genug“ da sein zu können. Nach der Rückgabe der Kinder fühlt er sich dann wieder konfrontiert mit der Einsamkeit und dem Schmerz über die Trennung.<BR /><BR />Gelegentlich war Arnold auch überfordert mit dieser neuen Situation und Herausforderung als Vater. In der begleitenden Beratung hat er dann nach Wegen gesucht, wie er in der Beziehung zu seinen Kindern mehr Sicherheit bekommen kann, wie er hineinwachsen kann in die neue Vaterrolle.