Die „Gruppo di Intervento Speciale“ (GIS) ist eine Anti-Terror-Spezialeinheit der italienischen Carabinieri. Die Einheit hat ihren Sitz in Livorno in der Toskana. <h3> Bei Terrorbekämpfung eingesetzt</h3>Die GIS wurde am 6. Februar 1978 vom damaligen Innenminister Francesco Cossiga auf Grund einer Welle von Terroranschlägen extremistischer Gruppierungen aufgestellt. Neben der Terrorbekämpfung wurde die Einheit in den Regionen Sardinien, Sizilien, Kalabrien, Kampanien und Apulien bei der Bekämpfung der Organisierten Kriminalität eingesetzt.<BR /><BR /> Bei ihrem ersten großen Einsatz im Jahr 1980 schlug die GIS einen Aufstand im Hochsicherheitsgefängnis von Trani nieder.<h3> Führt nur schwierige Operationen durch</h3>Neben den Hauptaufgaben der Terrorismusbekämpfung und der Geiselbefreiung wird die GIS mittlerweile auch zum Schutz hochrangiger Regierungsmitglieder sowie weiterhin bei der Bekämpfung der Organisierten Kriminalität eingesetzt. <BR /><BR />Auf Grund der vergleichsweise geringen Personalstärke führt die Spezialeinheit in der Regel nur sehr schwierige Operationen durch. Da die GIS im Rahmen der italienischen Armee auch im Ausland eingesetzt werden kann, ist sie in das Spezialkräftekommando COFS des italienischen Generalstabs eingebunden. <h3> Verschiedene Teams</h3>Die Spezialeinheit verfügt u. a. über einen Aufklärungs- und Scharfschützenzug sowie über einen Sturmzug. Die Teams des Aufklärungszuges bestehen aus 3 Mann (2 Scharfschützen und ein Aufklärer), die Teams des Sturmzuges aus 4 Mann (Teamführer, Sprengstoffspezialist, Kletterspezialist, Waffenspezialist). <BR /><BR />Den Teams stehen Hubschrauber der Carabinieri und Transportflugzeuge der italienischen Luftwaffe (46. Brigade) zur Verfügung, mit denen sie alle Einsatzorte in Italien innerhalb 2 Stunden Flugzeit erreichen können und mit denen sie auch an den Einsatzort in Südtirol gekommen sind.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1063728_image" /></div> <BR />„Die GIS ist die einzige Spezialeinheit der Carabinieri in ganz Italien, die für Einsatzarten wie jene in Innichen autorisiert und ausgebildet ist. Keine andere Einheit hätte dies tun dürfen“, stellt Carabinieri-Oberstleutnant Piermarco Borettaz, Presseverantwortlicher des Landeskommandos, klar. So erklärt sich auch, warum nicht etwa Carabinieri des Leiferer Regiments eingesetzt wurden.