Der Präsident des Kuratoriums der Marienberger Klausurgespräche, Günther Andergassen, und der Abt von Marienberg, P. Philipp Kuschmann, begrüßten am Freitagmorgen die Gäste. <BR /><BR />P. Philipp Kuschmann stellte das Motto der Veranstaltung vor, die Demokratie, die auch im Kloster kein Fremdwort sei. Eine belebte Diskussionskultur und Anstrengungen, um auch die Jugend für Demokratie zu begeistern, das wünschte sich der Abt. <BR /><BR />Andergassen bedankte sich beim Abt für die Unterstützung und hoffte weiterhin auf eine gute Zusammenarbeit. „Die Gespräche sind ein Teil von Marienberg“, schloss Andergassen.<h3> Demokratie auf nationaler und globaler Ebene</h3><div class="img-embed"><embed id="1010534_image" /></div> <BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR />Der Historiker <b>Hans Heiss</b> (im Bild oben) ging in seinem Vortrag „Abgehängt? Rückzugsgefechte der Demokratie in Italien und Südtirol“ auf die aktuelle politische Lage in Südtirol bzw. ganz Italien ein.<BR /><BR />Unter anderem sprach er über die sinkende Wahlbeteiligung, den Wunsch und die Hoffnung auf Stabilität, Souveränität und Sicherheit, das fehlende Vertrauen in Institutionen und die Politik. Wege, die die Politik verfolgen müsse, um Vertrauen erneut zu schaffen, sind nach Heiss jene von Gerechtigkeit und der Fähigkeit zur Problemlösung.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1010537_image" /></div> <BR /><BR />Jean Asselborn, Ex-EU-Politiker aus Luxemburg, behandelte am Samstagvormittag das Thema Demokratie auf einer globaleren Ebene. Er hielt den Vortrag „Die Herausforderungen der EU heute: Europa braucht wieder eine große Erzählung“. Asselborn stellte beispielsweise die Frage, was passieren werde, wenn Trump die Präsidentenwahlen in den USA erneut gewinnen würde? Wie werde es dann mit dem Krieg Russlands gegen die Ukraine weitergehen? Die EU müsse ihre gemeinsamen Werte verteidigen, wie sie es bereits mit den Sanktionen gegen Russland getan habe. Im Falle Ukraine müsse ihr aber heute noch geholfen werden, wobei Asselborn Hilfe in Form von militärischen Mitteln meint. <h3> Vor allem jungen Menschen vermitteln</h3>Rechte Parteien, die immer mehr rechtsextrem werden, seien eine Gefahr für die Demokratie und besonders jungen Menschen müsse die Wichtigkeit von Demokratie verdeutlicht werden, sagte Asselborn. <BR /><BR />Die Politologin Elisabeth Kapferer, der Politikwissenschaftler Wolfgang Kraushaar, die Journalistin Eva Linsinger und der Historiker Helmut Reinalter waren ebenfalls Referenten. Präsident Andergassen dankte allen, die zur Veranstaltung beigetragen hatten.<BR />