<a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/sellagruppe-2-belgische-touristen-in-der-nacht-gerettet" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">In den vergangenen Tagen mussten in Gröden mehrere Bergsteiger in einer Nachtbergung gerettet werden.</a> Für die Retter sind solche Einsätze nicht ungefährlich.<BR /><BR />Der Bürgermeister der Gemeinde Saint-Gervais auf der französischen Seite des Mont Blanc hat es satt, dass sich Bergretter immer wieder in Gefahr bringen müssen, um Personen am Mont Blanc zu retten. <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/bergsteiger-muessen-fuer-zugang-zum-mont-blanc-kaution-zahlen" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Daher hat er die Einführung einer Kaution in Höhe von 15.000 Euro für Bergsteiger beschlossen, die die Bergspitze erklimmen wollen.</a><BR /><BR /><i>Bevor Sie weiterlesen, stimmen Sie ab:</i><BR /><BR /> <div class="embed-box"><div data-pinpoll-id="209765" data-mode="poll"></div></div> <BR /><BR /><BR />Rettungseinsätze sind in Italien für den Betroffenen direkt kostenlos – indirekt finanzieren alle Steuerzahler Rettungswesen und Sanität im Allgemeinen. „Rettungseinsätze werden aber im Zuge der sogenannten interregionalen Mobilität der Heimatregion des Verletzten in Rechnung gestellt“, erklärt Stefan Viehweider, Verwaltungsleiter des Vereins „Heli“.<BR /><BR /> „Südtiroler bezahlen 100 Euro Ticket für einen Flugrettungseinsatz – außer sie sind versichert“, erklärt Viehweider. Beispielsweise der AVS oder das Weiße Kreuz erstatten ihren Mitgliedern das Ticket zurück.<BR /><BR />In der Schweiz, wo jede Art der Rettung zu bezahlen ist oder in Nordtirol, wo Freizeitunfälle in Rechnung gestellt werden, greifen die Versicherungen, die an die Mitgliedschaft gebunden sind, ebenfalls.<BR /><BR /><b>Immer wieder Diskussionen, ob hierzulande Einsätze zu bezahlen sind</b><BR /><BR />„Am Jahresende wird zwischen den Sanitätsbetrieben der italienischen Regionen der Ausgleich gemacht“, erklärt Viehweider. Ebenso ist es mit der europäischen Gesundheitskarte – sie garantiert den Gästen dieselben Rechte wie den eigenen Staatsbürgern. Wo freilich Rettungseinsätze zu bezahlen sind, wird der Betroffene zur Kasse gebeten. <BR /><BR />In Südtirol gibt es immer wieder Diskussionen, ob auch hierzulande Einsätze zu bezahlen sind – vor allem, wenn es um offensichtliche Fälle von Leichtsinn geht. 2001 wurde ein Gesetz gemacht, das vorsieht, dass medizinisch nicht notwendige Flugrettungseinsätze mit 1000 Euro verrechnet werden. „Nicht ein einziges Mal hat der diensthabende Notarzt so eine Bestätigung unterschrieben“, sagt Viehweider. <BR /><BR /><BR />