Freitag, 26. Februar 2016

Wertvoller Fund: Teile von mittelalterlicher Innbrücke entdeckt

Bei Bauarbeiten an einem neuen Kanal bei der Altstadtbrücke in Innsbruck sind Teile der alten Innbrücke entdeckt worden. Die Teile dürften aus dem 15. oder 16. Jahrhundert stammen. Archäologen sind in Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt dabei, den als „Schatz der Stadtgeschichte“ bezeichneten Fund zu dokumentieren.

Am Freitag wurden in Innsbruck die Reste einer mittelalterlichen Brücke über den Inn entdeckt. (Foto: Innsbruck Tourismus)
Am Freitag wurden in Innsbruck die Reste einer mittelalterlichen Brücke über den Inn entdeckt. (Foto: Innsbruck Tourismus)

Der wertvolle Fund wurde am Freitag von den Innsbrucker Kommunalbetrieben (IKB) in einer Aussendung bekanntgegeben.

„Beim Leitungsbau bzw. bei der Leitungssanierung stoßen wir in Innsbruck immer wieder auf archäologische Spuren. Dieses Mal aber dürfte es sich um das bisher älteste Relikt handeln, das wir bei Bautätigkeiten jemals zutage gefördert haben“, sagte Harald Schneider, IKB-Vorstandsvorsitzender. Um diesen „Schatz der Stadtgeschichte“ zu heben, müsse die Baustelle nun vorübergehend still gelegt werden.

„Über die 1765 größtenteils geschliffene Innsbrucker Stadtbefestigung sind wir aus bildlichen Quellen ganz gut unterrichtet“, meinte Johannes Pöll vom Bundesdenkmalamt. Die im Boden erhaltenen archäologischen Überreste würden aber immer wieder ein differenziertes Bild zeigen, das die baulichen Veränderungen im Laufe der Jahrhunderte dokumentiere.

Innsbrucks Stadtarchivar Lukas Morscher bezeichnete den Fund als einen „wertvollen Blick in die Vergangenheit“. „Wir werden dafür sorgen, dass die historischen Relikte eine würdige neue Heimat finden, die für alle zugänglich sein wird“, fügte er hinzu.

apa

stol