Die Stiche können gefährlich werden – heuer gab es bereits einige Notfälle, berichtet der Notfall- und Intensivmediziner Dr. Werner Calliari. <BR /><BR />Laut dem Brandmeister der Berufsfeuerwehr, Markus Gramm, werden Wespennester außer an Rolllädenkästen noch bei Balkonen errichtet, in der Erde oder in Gärten – unter Bänken. „Wir entfernen Wespennester nur, wenn Gefahr für den Menschen in Verzug ist“, erklärt Gramm. <BR /><BR />Auch Kammerjäger Wenighofer betont: Nicht jedes Nest wird entfernt – nur bei Gefahr für den Menschen. Je wärmer es ist, desto aggressiver sind auch die Wespen, berichtet Wenighofer. Wegen der Wespen werde er vor allem von Restaurants und Hotels kontaktiert – „weil die Gäste nicht mehr im Freien in Ruhe frühstücken können“. <h3> Im schlimmsten Fall lebensgefährlich</h3>Für Menschen mit einer Wespengiftallergie können Stiche im schlimmsten Fall lebensgefährlich sein – vor fast genau einem Jahr starb der Ridnauner Koch Armin Hochrainer an den Folgen eines Wespenstiches durch Herz-Kreislauf-Stillstand. Auch für Menschen ohne Allergie besteht Gefahr, wenn eine Wespe in den Mund oder im Halsbereich sticht. Durch Zuschwellen der Atemwege droht die Gefahr des Erstickens. <BR /><BR />In diesem Fall sollte sofort der Notruf 112 abgesetzt und Hilfe geholt werden, rät der Notfallmediziner Dr. Werner Calliari. Und zwar unbedingt noch bevor es zu einer Schwellung kommt. „Denn schon nach 2 bis 3 Minuten bekommt der Patient möglicherweise keine Luft mehr“, erklärt Dr. Calliari. In der Zwischenzeit könnte man Eis lutschen sowie Antihistaminika und Kortison einnehmen – wenn diese verfügbar seien.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="933130_image" /></div> <BR /><BR /><BR />Meist nicht gefährlich sei ein Wespenstich hingegen, wenn man als nicht allergisch reagierende Person beispielsweise an der Hand oder am Fuß gestochen werde und die Schwellung auf die Hautstelle beschränkt bleibt, wo die Wespe gestochen hat.<h3> Mehrere Einsätze des Notarztes</h3>Anzeichen einer Allergie auf einen Wespenstich sind zum Beispiel ein Hautausschlag am ganzen Körper, eine Schwellung der Zunge, der Lippen und im Mundbereich, und Blutdruckabfall. Weiters können Atemprobleme dazukommen – Asthma-Anfälle mit Atemnot – und Übelkeit. Bei solchen schweren Anzeichen einer allergischen Reaktion sollte auch unbedingt der Notruf 112 abgesetzt werden, rät Dr. Calliari. Der Herz-Kreislauf-Stillstand sei die schlimmste Form einer allergischen Reaktion. Auch heuer habe es wegen Wespenstichen bereits mehrere Notarzteinsätze gegeben – jedoch seien diese glücklicherweise nicht lebensbedrohlich gewesen.<BR /><BR />Wer weiß, dass er gegen Wespenstiche allergisch ist, sollte immer ein Allergieset bei sich haben – mit Kortison, Antihistaminika und einer Adrenalinspritze. Adrenalin soll sofort zum Einsatz kommen, wenn ein Patient Atemnot und Kreislaufprobleme habe. Falls man alleine ist, und Adrenalin nicht sofort verfügbar ist, sollte unbedingt zuerst der Notruf abgesetzt werden, ehe man das Adrenalin holt, denn sonst bestehe die Gefahr, in Ohnmacht zu fallen ehe die Rettungskräfte verständigt worden sind.<BR />