„Die israelische Polizei hat uns nach unseren Ausweisen gefragt. Dann haben sie meinen Vater und mich mitgenommen, uns die Augen verbunden und uns in einen Militärtransporter verfrachtet. Sie haben uns nicht<BR />gesagt, wohin sie uns bringen. Ich wurde gepackt und im hinteren<BR />Teil des Fahrzeugs geschlagen. Ich wusste nicht, was passieren<BR />würde, und hatte Angst“, erzählt Manuel.<BR /><BR />Vater und Sohn hielten sich seit dem 18. Oktober im Westjordanland auf, um Gelder zu überbringen, die in Italien für die Freiwilligenorganisation Youth of Sumud gesammelt worden waren. Die Organisation erhielt 2024 den Alex-Langer-Preis.<BR /><BR />„Wir wurden verhört, erkennungsdienstlich behandelt – dabei wurden Fingerabdrücke und DNA genommen – und bis in die Nacht mit Handschellen gefesselt festgehalten“, berichtet Tartarotti gegenüber Südtiroler Medien.<h3> Zehnjähriges Einreiseverbot verhängt</h3>„Ich war mit meinem Vater in einer schmutzigen Zelle. Aber wenigstens waren wir zusammen, deshalb blieben wir ruhig.“ Manuel zufolge wurden die Vorwürfe damit begründet, dass sich Vater und Sohn in einem Gebiet aufgehalten hätten, das für illegal erklärt worden sei – „obwohl es keinerlei Schild gab, das darauf hingewiesen hätte“. <BR /><BR />Vor allem aber werde ihnen ihre Zugehörigkeit zu Youth of Sumud vorgeworfen, die von den Behörden als terroristisch eingestuft werde. „Das stimmt natürlich nicht.“ Gegen beide wurde ein zehnjähriges Einreiseverbot für Israel verhängt.<BR /><BR />Laut einer Mitteilung der israelischen Polizei, die von der Times of Israel veröffentlicht aufgegriffen wurde, sollen Vater und Sohn an einer nicht genehmigten Olivenernte teilgenommen haben. Als die Beamten eintrafen, seien die Aktivisten in ein Gebiet geflohen, das für militärische Übungen genutzt wird.