Montag, 14. August 2017

Wetterläuten: Ein alter Brauch

„Fulgura frango – Ich zerbreche die Blitze“: Diese Inschrift ist auf vielen Kirchenglocken zu lesen. Im extremen Gewittersommer 2017 hätten diese Glocken die Kraft ihres Klangs oft beweisen können – aber in vielen Pfarreien ist das Wetterläuten längst verstummt. Dies berichtet das Tagblatt "Dolomiten" am Montag.

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Foto: © APA/DPA

Tatsächlich schwang mit den Wetterglocken früher auch der Glaube an eine magische Kraft mit.

Weil die Kirchtürme in den Himmel ragen und die Glocken ganz oben angebracht sind, vertrauten die Menschen darauf, dass sie eine Gewitterfront vertreiben könnten.

Das ist freilich Wunschdenken, denn der Schalldruck einer Glocke reicht einige hundert Meter weit, aber nie bis hinauf in eine Wolke.
Trotzdem sei „schon etwas dran am Wetterläuten“, ist der Vinschger Mesner Engelbert Agethle überzeugt. 

Wenn Gefahr für das Dorf drohe, ziehe er immer an den Glockenseilen, und es habe schon oft geholfen, versichert er.

Dass es auf vielen Kirchentürmen beim Grollen von Donner und Hagelprasseln still bleibt, ist auch der modernen Technik zuzuschreiben.

Und dass es beim Wetterläuten auch zu tödlichen Unfällen gekommen ist, darüber berichtet das Tagblatt „Dolomiten“ ebenfalls.

D/ler

Den vollständigen Artikel und alle Hintergründe gibt es in der aktuellen Ausgabe des Tagblatts "Dolomiten".

stol