<a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/padua-mann-stoesst-partnerin-von-bruecke-auf-autobahn-von-lkw-mitgerissen" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Giada Zanola verlor ihr Leben</a>, nachdem sie in Vigonza bei Padua von einer Brücke auf die Autobahn gestürzt und dort von einem Schwerfahrzeug erfasst worden war. Zu Beginn der Ermittlungen schien alles darauf hinzudeuten, dass der Tod von Zanola ein Suizid war, so ein Bericht der Tageszeitung “Corriere dell Sera“.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1035432_image" /></div> <BR /><BR />Die ersten Zweifel tauchten auf, nachdem der 39-jährige Andrea Favero beteuert hatte, in der Nacht auf Mittwoch gemeinsam mit seiner Partnerin Zanola zu Hause gewesen und eingeschlafen zu sein. Erst am Morgen bemerkte er, dass sie nicht mehr da war. Die Überwachungskameras der A4-Autobahn sprechen jedoch eine andere Sprache. <h3> Inszenierung der Unschuld über Nachrichten </h3>Um 07:38 Uhr schickte Favero der Mutter seines 3-jährigen Sohnes eine Nachricht: „Bist du arbeiten gegangen? Du hast dich nicht einmal von uns verabschiedet!!“ Doch der leblose und halbnackte Körper der Frau war bereits Stunden zuvor von vorbeifahrenden Autofahrern gemeldet worden. Der 39-Jährige versuchte zudem, das Opfer telefonisch zu erreichen, und hatte einer ihrer Freundinnen geschrieben, sie sei zur Arbeit gegangen. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1035435_image" /></div> <BR /><BR />Vor den Ermttlern erklärte der 39-Jährige, er habe erst „durch eine Nachricht aus einem Chat unseres Viertels“ vom Tod seiner Partnerin erfahren. Für die Beamten handelt es sich bei den Nachrichten um eine bewusste Inszenierung seiner vermeintlichen Unschuld. <h3>Teilweise Geständnisse </h3>Irgendwann knickte Favero ein und gestand: „Ich erinnere mich, dass wir zu Hause waren. Dann haben wir aber zu streiten begonnen.“ Giada begab sich daraufhin in Richtung Autobahnbrücke, und er entschied sich, ihr zu folgen. Einmal eingeholt, versuchte Favero, sie zu überzeugen, ins Auto zu steigen und zurückzufahren. Es kam erneut zum Streit: „Sie schrie mich an, sie würde mir meinen Sohn wegnehmen und ihn mich nicht mehr sehen lassen“, sagte der mutmaßliche Täter den Beamten. <BR /><BR />Ab diesem Moment seien seine Erinnerungen verschwommen und lückenhaft: „Ich kann mich nicht erinnern, ob wir auf die Stufe des Brückengeländers gestiegen sind.“ Dann gab er an, zu dem 3-jährigen Sohn zurück gekehrt zu sein, der mit Husten zu Hause lag. Schließlich gab er auch zu, dass sich die Beziehung der beiden in einer Krise befand: Beide lebten seit Anfang März getrennt. Giada traf offenbar sich mit einem anderen Mann, der bei einer Tankstelle arbeitet. An jener Tankstelle wollte auch die 34-Jährige einen Job anfangen. <h3> Angst und Fotos von blauen Flecken </h3>Am 27. Mai habe Andrea Favero die junge Mutter mitten in einem Streit körperlich am Hals und an den Armen angegriffen, nachdem sie ein gemeinsames Foto vor seinen Augen zerrissen hatte. Giada hielt die Blutergüsse auf Fotos fest und schickte sie ihrer besten Freundin und dem neuen Partner als Beweis für den Übergriff. Eine Freundin berichtete den Beamten, dass Giada Angst vor Favero hatte; Angst, dass er sie heimlich unter Drogen setzte und ein intimes Video von ihnen veröffentlicht habe. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1035438_image" /></div> <h3> Obduktion und Verhör am Freitag </h3>Am Freitag erschien Andrea Favero vor dem Richter in Padua, um wegen des mutmaßlichen Mordes an Giada Zanola verhört zu werden. Der Richter wird auch über vorbeugende Maßnahmen entscheiden, wie die Nachrichtenagentur „Ansa“ berichtet. <BR /><BR />Am Freitagnachmittag wurde die Leiche der 34-jährigen Mutter in Padua von Professor Terranova obduziert. Die Autopsie und toxikologische Untersuchung sollen Aufschluss über die Todesursache geben und klären, ob die Frau bereits durch den Sturz von der Brücke oder erst nachdem sie vom Lkw überfahren wurde, starb.