Fast im ganzen Land erhalten Touristen den „Südtirol Guest Pass“. Im November 2022 – Startschuss für die Umsetzung der einheitlichen Gästekarte – sah die Situation noch ganz anders aus (siehe Grafik). Der festgelegte Tarif ist in der Zeit von 50 auf 60 Cent pro Nacht gestiegen. Dies bezieht sich rein auf die Mobilität, die Basisleistung der Gästekarte. Werden Museen inkludiert, steigt der Tarif nochmals um 22 Cent.<BR /><BR />„Für den ‚Guest Pass‘ bezahlen müssen Touristen auch wenn sie ihn nicht in Anspruch nehmen“, so Oberjakober. In der Regel rechne der Beherbergungsbetrieb die Kosten in den Zimmerpreis ein. Und dabei kommt eine beträchtliche Summe zusammen: „Satte 20 Millionen Euro werden pro Jahr eingenommen“, freute sich Andreas Dorfmann, Präsident des Mobilitätskonsortiums. Dieses Geld fließt direkt in den Landeshaushalt. Durch die Museen kommen dann weitere 3 Millionen Euro hinzu. „Aufgabe des Mobilitätskonsortiums ist es hierbei, das Bindeglied zwischen Tourismus und Land zu bilden“, erklärte Oberjakober.<h3> Große Ziele im Visier</h3>Für die nahe Zukunft steht ein weiteres großes Projekt auf dem Programm: die Digitalisierung des „Südtirol Guest Pass“. „Ab dem 1. Januar 2025 wird es ausschließlich die digitale Gästekarte geben“, betonte Dorfmann. „Allerdings besteht für Gäste die Möglichkeit, sich den Pass als PDF-Datei via Mail zusenden zu lassen, sodass ihn diese selbst ausdrucken können.“ <BR /><BR />Von den hochgesteckten Zielen zeigte sich auch Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider beeindruckt und sprach ein Lob aus: „Es ist unglaublich, in welch kurzer Zeit das gesamte Projekt digitalisiert wird“, sagte er.