Alex D'Albertos Vater Renato hatte die Gewalttat öffentlich gemacht. Nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus hat sich Alex D'Alberto nun erstmals selbst zum Vorgefallenen geäußert. In einem Interview mit der Tageszeitung „Alto Adige“ schildert er, wie es zu dem Übergriff kam. <BR /><BR />„Ich habe versucht, einem Freund, 17 Jahre alt, zu helfen, der von der ausgesprochen gewalttätigen Gruppe umzingelt war. Ich bin nur dazwischen gegangen, um ihn aus der Situation herauszuholen, ich habe niemanden geschlagen“, sagt D'Alberto, und fügt hinzu, dass er das jederzeit wieder tun würde.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1121208_image" /></div> <BR /><BR />Auf die Frage, ob der Angriff einen ethnischen Hintergrund gehabt habe, antwortet er: „Auf jeden Fall, aber er war nicht der Auslöser für den Angriff“. Die Angreifer hätten ihn brutal geschlagen und ihn dabei mehrmals „Dreckswalscher“ genannt. <BR /><BR />„Sie hielten mich zu zweit oder dritt fest, die anderen traten und schlugen mir immer wieder auf den Kopf. Ich hatte Angst zu sterben“, berichtet D'Alberto dem „Alto Adige“. 3-mal sei es ihm gelungen, sich zu befreien und davonzulaufen, aber die Angreifer hätten ihn jedes Mal sofort wieder eingeholt. „Die Blutspuren reichten in der Tat vom Treppenaufgang bis zum Eingang hinauf“, sagt er im Interview. <BR /><BR />Auf die Frage, ob er nachts schlafen könne, antwortet D'Alberto: „Ja, aber nur, weil ich mit Schmerzmitteln vollgepumpt bin. Aber ich wache regelmäßig schweißgebadet und von Albträumen geplagt auf. Der Angriff hat nicht nur körperlich, sondern auch psychisch Spuren hinterlassen“. Die Täter müssen laut D'Alberto allesamt verurteilt werden. „Man kann das Leben anderer Menschen nicht auf diese Weise ruinieren.“<BR /><BR />Nun versuche er, langsam wieder ins normale Leben zurückzufinden. Er werde die Abendschule besuchen und im Architekturbüro seines Vaters mitarbeiten. Seinen Job bei einem Sicherheitsdienst kann er wegen der schweren Verletzungen an seiner Nase nicht mehr ausüben.