Nach langem Warten scheinen die Arbeiten für die Felssicherung am Hotel „Eberle“ oberhalb von Bozen bald beginnen zu können. „Alle sind in den Startlöchern“, erklärt Barbara Zisser, die mit ihrer Familie das Hotel geführt hat. <BR /><BR /><BR /><BR />Für die Aufräumarbeiten waren mehrere Bagger wochenlang im Einsatz, um die gewaltige Menge an Fels, Schutt und Geröll, schätzungsweise 3000 Kubikmeter Material, stückweise abzutragen und wegzuschaffen. In Auftrag der Familie Zisser - und auch auf deren Kosten - wurden Verankerungen, Hangsicherungsnetze und Spezialnetze angebracht, um die Wand und vor allem das Hotelgelände, zu schützen. Abtransportiert werden konnte lediglich der Teil des Hotels, der vollkommen zerstört wurde. „Ein Abriss des stark beschädigten Teils ist in dieser Gefahrenzone nicht zulässig und hätte auch zu einem Verlust der Kubatur geführt“, wie Stefan Zisser im Jahr 2022 erklärte. <BR /><BR /><BR />Auch wurde 40 Meter in den Berg gebohrt, um die Beschaffenheit des Hanges festzustellen und zu klären, welche Sicherungsmaßnahmen notwendig sind. Seitdem wartet die Eigentümerfamilie, bis der gesamte Hang links und rechts des Hotel „Eberle“ oberhalb der Oswaldpromenade und ein kleines Stück in Obermagdalena gesichert wird; die Arbeiten – 80 Prozent der Kosten übernimmt die Landesverwaltung – wurden von der Gemeinde Bozen ausgeschrieben und bereits vergeben. <BR />„Alle sind in den Startlöchern. Es wird jetzt begonnen Material hinaufzufahren“, erklärte Barbara Zisser, die mit ihrer Familie das Hotel „Eberle“ geführt hat, gestern. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1096257_image" /></div> Barbara Zisser<BR /><BR /><BR />„Im Oktober wurde meine Familie informiert, dass die Arbeiten Anfang November starten sollen. Wenig später haben wir dann die Information erhalten, dass die Hangsicherung erst im Jänner beginnen wird“, sagte Zisser. „Die Vorbereitungen für die Arbeiten haben also bereits begonnen, die Felssicherung selbst wird aber erst Anfang des neuen Jahres in Angriff genommen.“ Bis diese Arbeiten abgeschlossen seien, werde es wahrscheinlich ein Jahr dauern. <BR /><BR /><BR />Anschließend brauche es etwa 6 Monate, „bis die Arbeiten von den Experten abgenommen werden.<BR /><BR /><BR /> Während der Bauarbeiten wird die Promenade am Eberle geschlossen sein. Vom Hotel aus wird man also nicht in die Promenade einsteigen können“, betonte Zisser. „Erst nach Abschluss aller Arbeiten kann die Gefahrenzone am Hotel von Rot auf Blau herabgestuft und über den nächsten Schritt nachgedacht werden“, so Zisser. Denn solange Gefahrenzone Rot gelte, sei es nicht möglich, jenen Teil des Hotels abzureißen, der nicht vom Felssturz betroffen war.