Dienstag, 01. März 2016

Wie finden Sie's, wenn die Polizei mit der Bodycamera kommt?

In Amerika sind sie weit verbreitet, in Großbritannien im Einsatz und in Österreich im Vormarsch: Die Rede ist von Body-Cameras, die die Ordnungshüter bei ihrer Arbeit tragen und die Handlung filmen. Zum Einsatz kommen sollen sie im Nachbarland auch bei Personenkontrollen an den Hotspots. STOL möchte wissen: Wie stehen Sie zum Einsatz von Bodycams?

Die kleine, an der Brust getragene Kamera kann Polizeihandlungen filmen.
Die kleine, an der Brust getragene Kamera kann Polizeihandlungen filmen. - Foto: © APA

Österreichs Polizei rüstet auf. Nach ihren Vorstellung sollen Einsätze mit Befehls- und Zwangsgewalt aufgezeichnet werden. Darunter fällt beispielsweise bereits eine Personenkontrolle.

Die Bodycams sollen demnach bei Einsätzen an Hotspots des polizeilichen Streifendienstes, aber auch im „Großen Sicherheitspolizeilichen Ordnungsdienst“ (GSOD) wie etwa bei Demonstrationen verwendet und getestet werden.

STIMMEN SIE AB: Bodycameras filmen Polizeieinsatz: Wie finden Sie das?

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Pilotprojekt mit Bodycams in drei Bundesländern

"Seit heute besteht die gesetzliche Grundlage für den einjährigen Probebetrieb", sagte Karl-Heinz Grundböck, Sprecher des österreichischen Innenministeriums. Angeschafft wurden 20 Sets zweier unterschiedlicher Systeme für je rund 1.200 Euro. Zwölf Kameras werden in Wien eingesetzt, je vier in der Steiermark und in Salzburg.

Die in Österreich genutzten Geräte des Herstellers Zebcam werden auch in Deutschland, den Niederlanden und Großbritannien verwendet, jenes der Firma Reveal unter anderem in den USA, Großbritannien, Dubai, Australien oder auch Frankreich.

Mit Ankündigung: Ab jetzt wird gefilmt!

„Es wird nicht eine gesamte Diensttour mitgeschnitten, sondern konkrete Amtshandlungen. Das Filmen muss auch angekündigt werden“, erklärte Grundböck. 

Die Bodycams sollen für eine „größtmögliche objektive Dokumentation“ sorgen, sagte Grundböck. Oftmals „unterschiedliche Interpretationen bei Amtshandlungen“ soll damit entgegengewirkt werden. Die Aufnahmen werden für sechs Monate gespeichert – sofern es kein Strafverfahren gibt.

Für einzelne Amtshandlungen einschalten

Die Kameras müssen „für die einzelne konkrete Amtshandlung aktiv eingeschaltet werden“, erläuterte Grundböck. Bei einem Modell ist der Auslöser auf einem Armband am Handgelenk, beim zweiten ist es ein Schieber am Gerät. „Das Ein- und Ausschalten obliegt den einzelnen Beamten“, sagte Gerlitzer. „Jeder, der ein Handy benutzt, wird damit zurechtkommen“, war Gerlitzer überzeugt.

stol/apa/ker

stol