Dieser und die Zukunft des Säbener Bergs im weiteren Sinne war am Mittwoch im Gemeinderat Gegenstand einer Anfrage von <b>Stefan Perini</b> und Debora Cappelletti (Bürgerliste Frischluft). <BR /><BR />Anlass der Anfrage waren laut Perini und Cappelletti Rückmeldungen der Bürger: Es gebe Skepsis und Besorgnis. Diese stünden nicht mit einer inhaltlichen Bewertung des Vorhabens in Zusammenhang, sondern mit einer „intransparenten“ Vorgangsweise. Gegenstand der Anfrage war u.a. die Frage, wie sich die „Arbeitsgruppe Säben“ zusammensetze und ob es zwei Gruppen gebe. Weiters inwieweit die Mitglieder der besagten Gruppen eine Beauftragung von der Gemeinde erhalten hätten. Gefragt wurde auch, ob das geologische Gutachten <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/mit-dem-aufzug-auf-den-saebener-berg" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">(wir berichteten)</a> vorliege und wann es präsentiert werde. Außerdem wie weit ein Entwicklungskonzept sei, wie viel investiert werde und ob es Finanzierungszusagen gäbe. Die Anfrage schließt mit den Fragen nach einer Befragung der Bürger bzw. eines Zeitplans.<BR /><BR />Bürgermeister Peter Gasser erklärte, dass es sich bei dem Vorhaben nicht um einen Aufzug als „isolierte Maßnahme“ handle: Es gehe um die Positionierung des Säbener Berges und ob man als Gemeinde Verantwortung für seine Entwicklung übernehmen wolle. Gasser erklärte, dass keine formell eingesetzte und beschlussfassende Arbeitsgruppe bestehe, es hätten sich zwei „Arbeitsebenen“ ergeben: eine „lokale Gesprächsrunde“ als „beratendes Forum“ bestehend aus Bürgermeister, Vizebürgermeister, Technikern, dem Ressortdirektor für Infrastrukturen und Mobilität, dem Amtsdirektor für Geologie und Baustoffprüfung, Fachleuten zur Geschichte Säbens sowie Mitgliedern des Museumsbeirates. <BR /><BR />Der „museale Beirat“ hingegen sei auf Grundlage der von Gemeinde, Land und Diözese unterzeichneten Absichtserklärung von 2024 mit Experten aus Kultur, Geschichte und Museumswesen bzw. aus Vertretern des Landes, der Diözese und der Gemeinde Klausen (Herbert Gamper und Walter Baumgartner) besetzt. <BR /><BR />Zum Gutachten sagte Gasser: „Es ist noch nicht abgeschlossen“. Probebohrungen und seismische Untersuchungen stünden noch aus. Zum Vorwurf der „Intransparenz“ sagte er: „Das sei nicht intransparent, sondern seriös. Erst nach Abschluss kann ein vollständiges Gutachten vorgelegt werden.“ Dieses werde öffentlich präsentiert und diene als weitere Entscheidungsgrundlage. Auch liege noch keine technische Gesamtstudie vor. <BR /><BR />Das inhaltliche Konzept sehe eine „Aufarbeitung des Säbener Berges“ (Besiedlungsgeschichte, Bischofssitz, Klostergründung, Wallfahrtsort) vor. Geplant sei die Nutzung des Bethlehemhauses für eine Ausstellung und eine Schenke, eine Adaptierung des Turms, eine museale Bespielung des Zugangsstollens und eine barrierefreie Erreichbarkeit durch den Aufzug. <BR /><BR />Ein „belastbares Entwicklungskonzept“ liege noch nicht vor, ebenso wenig konkrete Zahlen, da „die Planungsgrundlage noch nicht abgeschlossen“ sei. Die Absichtserklärung sehe vor, dass die Finanzierung zu 100 Prozent durch das Land getragen werde.<BR /><BR />„Politisch ist das eine außergewöhnliche Chance“, sagte Gasser. Das Projekt selbst, so Gasser, basiere auf „einem einstimmigen Gemeinderatsbeschluss“. Nächste Schritte werden der Abschluss der geologischen Arbeiten, die Fertigstellung der Machbarkeitsstudie und ein Finanzierungsabschluss mit dem Land sein. <BR /><BR />Abschließend erklärte <b>Bürgermeister Peter Gasser</b>: „Natürlich braucht es Transparenz und Diskussion, aber es braucht auch Mut zur Verantwortung. Wenn am Ende alle Grundlagen vorliegen, wird dieses Gremium eine Entscheidung treffen müssen.“