Welche Wertstoffe werden immer noch im Hausmüll entsorgt und welche Einsparmöglichkeiten gibt es? Und was kann man in Zukunft verbessern, um noch mehr Wertstoffe in den Produktionskreislauf zurückzuführen – und damit die Restmüllmenge weiter zu verringern? Wer das wissen will, muss tief in die Müllcontainer privater Haushalte schauen. Im Zuge der Hausmüllanalyse 2016 wird in jeder Gemeinde - anonym und nach dem Zufallsprinzip - eine repräsentative Probe im Umfang von etwa einem Kubikmeter entnommen. In der Landeshauptstadt Bozen erhalten die Mülltechniker dagegen zehn Proben aus verschiedenen Stadtteilen. Diese zehn Müllproben wiegen jeweils 400 bis 700 Kilogramm. In Pfatten wird der angelieferte Restmüll dann von einem Sortierteam getrennt und 27 Kategorien zugeteilt wie Glas, Papier, Kunststoffe, Organik, Windeln, Metalle oder Problemstoffe. Darüber hinaus wird für jede Hausmüllprobe der Heizwert und der Wassergehalt ermittelt. Die Südtiroler Hausmüllanalyse wird erst 2017 abgeschlossen. Die letzte südtirolweite Hausmüllanalyse wurde vor 9 Jahren durchgeführt. stol