<BR /><BR />Veranstaltungen im Freien mit bis zu 500 Teilnehmern können mit ein paar Klicks online bei der jeweiligen Gemeinde gemeldet werden. Das hatten die Organisatoren der Feier auf der Sunnolm in Reinswald auch getan, bestätigte Bürgermeister Christian Reichsigl auf Anfrage. Nur, dass laut Carabinieri schlussendlich rund 3000 Personen an der Party teilgenommen haben sollen. <h3> 6 mit Alkoholvergiftung im Krankenhaus – 2 davon minderjährig </h3>Wie berichtet, mussten die Rettungskräfte ab 16 Uhr mehrmals zur Sunnolm ausrücken, weil Jugendliche über Übelkeit klagten und Zeugen zufolge eine junge Frau auch bewusstlos geworden sein soll ( <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/reinswald-wir-hatten-schon-ein-mulmiges-gefuehl" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">mehr dazu lesen Sie hier</a>).<BR /><BR />10 junge Menschen mussten medizinisch versorgt werden, 6 von ihnen wurden vermutlich wegen einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus gebracht – 2 von ihnen seien minderjährig, bestätigten die Carabinieri auf Anfrage. <h3> „Problem ist oft, was vor den Veranstaltungen passiert“ </h3>Die Organisatoren sollen jedoch Minderjährigen Armbänder in einer bestimmten Farbe gegeben haben, um sicherzustellen, dass ihnen kein Alkohol ausgeschenkt wird. <BR /><BR />Zeugen berichteten jedoch vermehrt, dass Jugendliche ihre eigenen Flaschen mitgebracht haben. „Das Problem ist oft, was vor den Veranstaltungen passiert“, gibt Reichsigl zu bedenken. <h3> Video zu „Training“ für Feier auf sozialen Medien mit 3000 Followern </h3>Die „Vorbereitung“ auf Feiern besteht für einige Jugendliche nämlich darin, sich bereits vor deren Beginn zu betrinken. Eine ähnliche Art, sich auf die Party vorzubereiten, konnte man auch auf Bildern und Videos erkennen, die von den Organisatoren in den Wochen vor der Veranstaltung auf den sozialen Medien mit bis zu rund 3000 Followern veröffentlicht worden waren. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1144734_image" /></div> <BR />So zeigt ein Video auf der Instagram-Seite von TSW einige Jugendliche, die Bierdosen mit Klebestreifen an einem Garagentor befestigt haben. Beim Öffnen des automatischen Tores kippen die Dosen und die Jugendlichen positionieren sich so, dass das Bier möglichst in ihre offenen Münder fließt. <BR /><BR />„Um sich mit Gerhard achtarmig einen reinzuorgeln“ lud die Gruppe über einen Instagram-Beitrag „Feierlustige aus allen erdenklichen Ecken der Welt“ zur Feier. Bei der offenbar möglichst früh möglichst viel getrunken werden sollte, wie der Hinweis auf ein Angebot für 2 Getränke zum Preis von einen – aber nur von 10 bis 11 Uhr. <BR /><h3> „Von gemütlich ausklingen lassen war nie die Rede“ </h3>„Von gemütlich ausklingen lassen war natürlich nie die Rede“ heißt es abschließend im Social-Media-Beitrag. Und das bewahrheitete sich auch, allerdings nicht wie angekündigt im Après-Ski-Igloo.<BR /><BR />Die Reichweite der Posts könnte demnach mit dazu beigetragen haben, dass deutlich mehr Menschen als vorgesehen an der Feier teilgenommen haben – wovon einige, die die Botschaften der Beiträge als Ansporn zum Übertreiben interpretiert haben dürften. Der Einsatz von insgesamt rund 130 Einsatzkräften – Carabinieri Sarntal samt Verstärkung aus Bozen, Meran und Neumarkt, sowie Dutzende Bergretter und Sanitäter – verhinderte jedenfalls schlimmere Folgen. <BR /><BR />Neben der medizinischen Versorgung der Verletzten kümmerten sich die Einsatzkräfte auch darum, dass die übrigen Teilnehmer sicher bis zur Talstation und nach Hause kamen. <BR /><h3> Auf Erhebungen von Carabinieri könnten Maßnahmen folgen </h3>Die Carabinieri betonten, dass es derzeit keine Hinweise auf Drogenkonsum bei der Veranstaltung vorliegen. Die Beamten der Station von Sarntal ermitteln indes weiter, der Quästor von Bozen hat indes auf Anfrage informiert, dass die Ergebnisse der Erhebungen der Carabinieri noch nicht vorliegen und er deshalb auch noch keine Maßnahmen ergriffen hat.