<b>Von Micaela Taroni<BR /></b><BR />Demnach planen 68 Prozent der Befragten in den kommenden Monaten eine Urlaubsreise. Dabei bleibt das Heimatland Italien mit 59 Prozent das mit Abstand beliebteste Ziel, während 24 Prozent innerhalb Europas verreisen wollen. Entscheidend ist jedoch nicht die Frage, ob gereist wird, sondern wie: Urlaub wird zunehmend zur Kostenfrage.<BR /><BR />70 Prozent der Befragten geben an, dass Ferien heute deutlich teurer sind als noch vor wenigen Jahren. Parallel dazu verkürzen sich die<BR />Aufenthalte: 31 Prozent berichten von kürzeren Urlauben, während nur 21 Prozent längere Reisen unternehmen. Hauptgrund für die Kürzungen ist in 45 Prozent der Fälle eine geringere finanzielle Verfügbarkeit der Haushalte, gefolgt von steigenden Reisekosten und teureren Unterkünften.<BR /><BR />Auch die Ausgabenstruktur verschiebt sich deutlich. Die Unterkunft bleibt mit 39 Prozent der wichtigste Kostenfaktor, vor Transport, Gastronomie und Kraftstoff. Um zu sparen, wählen 31 Prozent günstigere Unterkünfte, 27 Prozent reisen näher am Wohnort, 23 Prozent verzichten auf Restaurantbesuche und Freizeitaktivitäten, 19 Prozent weichen auf die Nebensaison aus, 18 Prozent reduzieren die Reisedauer.<BR /><BR />Neben finanziellen Gründen spielt auch die internationale Lage eine zunehmend wichtige Rolle. 62 Prozent der Befragten sagen, dass Kriege, geopolitische Unsicherheiten und steigende Energiepreise ihre Reiseentscheidungen beeinflussen.<BR /><BR />Bereits 12 Prozent haben laut Studie Urlaubspläne für diesen Sommer storniert - betroffen sind damit rund 6,1 Millionen Menschen. <BR />Besonders stark trifft es den Flugverkehr: 54 Prozent planen, im Sommer auf Flugreisen zu verzichten oder sind unentschlossen, nur 34 Prozent wollen sicher fliegen.<BR /><BR />Wer auf das Flugzeug verzichtet, reist überwiegend mit dem Auto (51 Prozent), gefolgt von der Bahn (18 Prozent). Als Hauptgrund für die Abkehr vom Fliegen wird der Preis genannt (31 Prozent), gefolgt von Sorgen wegen internationaler Unsicherheit (16 Prozent) sowie Angst vor Verspätungen und Ausfällen (15 Prozent). Zusätzlich berichten 11 Prozent der Befragten von bereits erlebten Flugausfällen oder Störungen, was nach Hochrechnungen Millionen Reisende betrifft.<BR /><BR />Der Udicon-Verband spricht von einem tiefgreifenden Wandel im Reiseverhalten. Urlaub werde zunehmend zu einer Frage des finanziellen Gleichgewichts und sei nicht mehr nur eine Frage der Erholung oder Lebensqualität.