<b>Von Martina Rainer</b><BR /><BR />Das Vereins- bzw. Trainingsgelände des FC Bayern München an der Säbener Straße 51-57 wird seit 1949 genutzt. Die erste Geschäftsstelle samt Trainingsplätzen wurde dort kurz nach dem Zweiten Weltkrieg bezogen. Mit dem Klub entwickelte sich auch seine Anlage rasant. Im Laufe der Jahrzehnte erfolgten zahlreiche Erweiterungen und Modernisierungen.<BR /><BR />Heute befindet sich auf dem Vereinsgelände neben einem Servicecenter, das als Anlaufstelle für Bayern-Fans gilt und gleichzeitig die Schaltzentrale des Fußballmeisters ist, auch ein hochmodern ausgestattetes Leistungszentrum. Dieses ist darauf ausgerichtet, die Spieler vor und nach dem Training perfekt zu umsorgen, und beherbergt unter anderem ein Schwimmbecken und einen Fitnessraum.<BR /><BR />Auf dem Areal erstrecken sich auf über rund 80.000 Quadratmetern mehrere Grünflächen: Es gibt fünf Rasenplätze (davon zwei mit Rasenheizung), zwei Kunstrasenplätze sowie eine Beachvolleyball-Anlage – alles mit dem Anspruch, Profis und Amateuren optimale Trainings- und Spielbedingungen zu bieten.<h3> Ein großer Fußballfan</h3>P. Kosmas Thielmann, der seit September 2024 als Pilgerseelsorger auf Säben lebt, weiß natürlich von der berühmten Säbener Straße in München und der Verbindung zu „seinem“ Kloster. „Das war mir schon bekannt, bevor ich nach Säben kam“, sagt er. Von Pilgerinnen und Pilgern wird er auch immer wieder darauf angesprochen.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1309953_image" /></div> Er ist im Ruhrgebiet aufgewachsen, die Frage, ob er ein Fußballfan ist, erkläre sich deshalb von selbst: „Der Fußball im Ruhrgebiet spielt eine maßgebliche Rolle im deutschen Fußballgeschehen. Wir haben Schalke und Dortmund sowie Rot-Weiß-Essen.“ In seiner Jugend war P. Kosmas Thielmann Anhänger des FC Bayern: „Es war die Mannschaft von Sepp Maier, Franz Beckenbauer und Gerd Müller.“ <BR /><BR />Das Interesse an den „Roten“ ist geblieben. Auch heute noch verfolgt er die Erfolge und mitunter auch Niederlagen des Fußballclubs. Dass in München seit 1906 eine Straße nach Kloster Säben benannt ist, führt er auf die jahrhundertealten Kontakte zwischen Säben und Bayern zurück. Eine enge Beziehung der Säbener Bischöfe zum bayerischen Herzogtum gab es bereits ab der Mitte des 8. Jahrhunderts, ist im „Historischen Lexikon Bayerns“ nachzulesen.<h3> Enge Beziehungen</h3>Die Namensgebung nach Kloster Säben ist auch das Ergebnis der engen historischen, kulturellen und politischen Verbundenheit zwischen Bayern und Tirol: In der Nachbarschaft zur Säbener Straße finden sich weitere Straßen mit Südtirol-Bezug, wie die Bozener Straße, die Dolomitenstraße oder die Tiroler Straße. Im Münchner Stadtteil Harlaching im Südosten von München gibt es auch einen Platz, der seit 1922 nach Kloster Säben benannt ist – den Säbener Platz.<BR /><BR />Noch ein Detail am Rande: Der FC Bayern plant, auf dem Gelände an der Säbener Straße ein neues Leistungszentrum zu bauen. Noch im Laufe dieses Jahres soll mit dem 90-Millionen-Projekt begonnen werden.