Mittwoch, 22. April 2015

Wie Serval-Hybrid Chiku seine Zeit im Exil verbringt

Serval-Hybrid-Chiku ist nicht zu beneiden: Seit 27. Februar muss der Kater im Exil leben, in einem Auffangzentrum für Wildtiere in Semproniano in der Toskana. In diesem Auffangzentrum, wo kein Besucher die Tiere besichtigen darf, bekamen die „Dolomiten“ ausnahmsweise Zutritt.

Der Serval-Hybrid Chiku - Archivbild
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Der Serval-Hybrid Chiku - Archivbild

Staatsanwalt Igor Secco erteilte die Genehmigung. 700 Tiere leben hier: Sie wurden entweder beschlagnahmt, weil sie auf der Liste der gefährlichen Tiere aufscheinen, oder ihr Besitzer hat sie illegal importiert.

Auch zuvor misshandelte Tiere landen in dem Zentrum. Chiku hat ein Gehege ganz für sich allein, es ist etwa 40 mal 20 Meter groß und ein kleines Häuschen gehört auch dazu.

Untertags sitzt Südtirols berühmtester Kater gerne auf einer kleinen Rattan-Couch. Zu fressen bekommt er Vögel und Mäuse.

Einen Steinwurf von Chikus Gehege entfernt badet ein Tiger, ein paar Schritte weiter brüllt ein Löwe.

Chiku ist beschlagnahmt. Am 4. Juni entscheidet das Landesgericht Bozen über sein weiteres Schicksal. Besitzer Herbert Raich aus St. Pankraz ist zuversichtlich, seinen Kater wiederzubekommen.

Laut Raichs Rechtsanwalt Flavio Moccia hat das Super-Gutachten des Experten Michele Capasso aus Neapel ergeben, dass Chiku kein gefährliches Tier ist. Capasso wird auch Chikus genaue Abstammung klären.

hof

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Mehr dazu lesen Sie in der Mittwoch-Ausgabe des Tagblatts "Dolomiten".

stol