Die Studie wurde 2025 von der Universität Trient im Auftrag des Amtes für Energie und Klimaschutz durchgeführt. Aber wie sind die Verfasser vorgegangen? <BR /><BR />Zunächst haben sie verschiedene Karten von Südtirol erstellt. Lawinengefahrenzonen, Trinkwasserschutzgebiete, Seen, UNESCO-Stätten oder Landschaftsschutzgebiete wurden von vornherein ausgeschlossen. <h3> Mehrere Gebiete kommen zunächst infrage</h3>Die Experten erarbeiteten mehrere Szenarien, die potenziell geeignete Flächen aufzeigen. Darunter fallen Gebiete bei Göflan, Fennberg, Steinmannwald, Klausen und südlich des Reschensees. In einer umfassenden Analyse kamen die Autoren zum Schluss, dass das Gebiet südlich des Reschensees am interessantesten sei, wobei es sich nur für die Installation einer begrenzten Anzahl von Windkraftanlagen eignet.<BR /><BR /> Für alle anderen Gebiete zeigten vertiefende Untersuchungen, dass sich die ermittelten Flächen kaum für die Installation von großflächigen Windparks eignen. Sie sind, so das Fazit, besser geeignet für Anwendungen im Mikro- oder Kleinwindbereich, etwa für die Einrichtung von Energiegemeinschaften. Zudem herrscht hierzulande im Vergleich zur Alpennordseite und dem Alpenvorland ein geringeres Windaufkommen. <h3> Experte Egger: „Von Fall zu Fall genau prüfen“</h3>„Die Windkraft hat in Südtirol Potenzial, aber man muss es von Fall zu Fall genau prüfen“, sagt auch Thomas Egger, Energieexperte beim Klimaclub Südtirol. Die lokale Bevölkerung müsse bei solchen Vorhaben von Beginn an eingebunden werden und einen klaren Vorteil haben, so Egger. <BR /><BR /><embed id="dtext86-73217085_quote" /><BR /><BR />Dass man jeden einzelnen Standort genau bewertet, sagt auch die Grünen-Landtagsabgeordnete Madeleine Rohrer. Sie wollte in einer Anfrage wissen, wie die Landesregierung zum Projekt am Brenner steht. „Eine detaillierte Studie zum Windpark auf dem Sandjoch wurde nicht präsentiert. Deshalb ist es mir zum heutigen Zeitpunkt (21. Jänner 2026, Anm. d. Red.) nicht möglich, eine Stellungnahme zu diesem Vorhaben abzugeben“, schreibt Landesrat Peter Brunner in seiner Antwort. <BR /><BR />Laut Rohrer müsse man zudem abwägen, was ein Windpark am Brenner für die Biodiversität bedeuten würde. „Der Brenner als niedrigster Alpenübergang ist nicht nur für Autofahrer, sondern auch für Zugvögel attraktiv“, weiß sie.