Wie soll Bozen in 15 Jahren aussehen? Im September startet die Beteiligungsphase für das Gemeindeentwicklungsprogramm: Alle Bürgerinnen und Bürger können ab Oktober ihre Ideen und Anliegen einbringen. Ziel ist eine gemeinsame Vision für die Entwicklung der Stadt.<BR /><BR />In der ersten Phase dieser Bestandsaufnahme wurden Daten über die sechs wichtigsten Bereiche gesammelt: Mobilität und Erreichbarkeit, Infrastrukturen, Umwelt und Landschaft, die Siedlungsstruktur, und der sozioökonomische Bereich. <BR /><BR />„Die gesammelten Daten bieten einen detaillierten Überblick und sie sind nun die Grundlage für die Gespräche mit den Personen und Unternehmen, die in der Gemeinde Bozen leben und arbeiten“, wie Stephan Konder, Vizebürgermeister und Stadtrat für Urbanistik, betont. <BR /><BR />„Mit der zweite Phase beginnt ein wichtiger Baustein im gesamten Prozess für die Ausarbeitung des Gemeindeentwicklungsprogrammes“ erklärt Konder. Es gehe darum, die gesammelten Daten und Informationen den Wünschen, Erwartungen und Visionen der Personen gegenüberzustellen, die in Bozen leben und arbeiten. <h3> „Einbindung der Bevölkerung ein zentraler Aspekt“</h3>Das Gemeindeentwicklungsprogramm sei das Planungsinstrument für die kommenden 15 Jahre, es solle die Stadt dabei unterstützen, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Wichtige Themen seien die Lebensqualität, Nachhaltigkeit, Mobilität, die Grünflächen, die Landschaft und ein verantwortungsbewusster Umgang mit unserer Umwelt. „Die Einbindung der Bevölkerung ist daher ein zentraler Aspekt, um gemeinsam unsere Stadt von morgen zu gestalten“, unterstreicht der Vizebürgermeister.<BR /><BR />Im September beginnt die Beteiligungsphase. Zunächst werden die Interessensvertretungen zu Gesprächen geladen. Es werden Arbeitsgruppen gebildet, denen auch Vertreterinnen und Vertreter des Planungs- und Ingenieurbüros für Stadt- und Raumplanung MATE und der Gemeindeverwaltung angehören. Die Gespräche finden in der Eurac Research statt. <h3> „Es werden Ideen entwickelt, wo Bozen in 15 Jahren stehen soll“</h3>„Ausgehend von den in der ersten Phase gesammelten Daten werden diese diskutiert und analysiert, es werden Wünsche, Anliegen und Problembereiche gesammelt und es werden Ideen entwickelt, wo die Stadt Bozen in 15 Jahren stehen soll“, erklärt die Stadtgemeinde. <BR />Im Oktober sind dann die Bürgerinnen und Bürger an der Reihe, sich an den Arbeiten zu beteiligen. „Es sind Diskussionsabende geplant, die für alle frei zugänglich sind. Auch bei diesen Veranstaltungen geht es darum, Ideen, Anregungen und kritische Aussagen zu sammeln, die dann in den Gemeindeentwicklungsplan für Raum und Landschaft einfließen werden“, so die Stadtgemeinde. <BR /><BR />Der Prozess werde es ermöglichen, das technische und sachliche Programm mit den Erfahrungen und Erwartungen derer zu ergänzen, die Bozen täglich erleben, und so zur Gestaltung einer gemeinsamen Vision für die zukünftige Entwicklung der Stadt beizutragen. <h3> Gemeindeentwicklungsprogramm soll bis Herbst 2027 stehen</h3>„Die partizipative Phase wird Ende 2026 abgeschlossen. Im Jahr 2027 wird dann mit der Ausarbeitung des Gemeindeentwicklungsprogrammes begonnen. Diese Phase soll im Herbst abgeschlossen sein“, erklärt die Stadtgemeinde die Schritte nach der Phase der Bürgerbeteiligung.<BR /><BR /> Das Gemeindeentwicklungsprogramm sei ein wichtiges Planungsinstrument, das die Entscheidungen der Stadtregierung unterstützen und begleiten werde. Es sei außerdem die verbindliche Grundlage für die Ausarbeitung des neuen Gemeindeplans für Raum und Landschaft, welcher den Bauleitplan ersetzen wird.<BR /><BR />Alle Informationen über die partizipative Phase, also Daten, Orte der Treffen usw., werden auf einer eigenen Website veröffentlicht, die bald online geht.