Eine vom MUSE in Trient an den 3 Alpengletschern Lares, Presena und Amola)durchgeführte Studie eröffnet neue Szenarien über das Erbe des Ersten Weltkriegs in den italienischen Alpen und seine Auswirkungen auf die Gletscherfauna. <BR /><BR />Die Forschungsergebnisse wurden vor wenigen Tagen in der internationalen Fachzeitschrift „Chemosphere“ veröffentlicht: Die „Kriegs“-Metalle, die für den Bau von Kanonen und militärischer Artillerie verwendet wurden (Arsen, Antimon, Kupfer, Eisen, Blei, Nickel, Zinn, Zink), die durch den Rückzug der Gletscher „freigesetzt“ wurden, hinterlassen Spuren im Schmelzwasser und werden von Chironomiden aufgenommen, den einzigen aquatischen Mücken, die die eisigen Gletscherbäche bevölkern. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="956806_image" /></div> <BR /><BR />Stacheldraht, Kugeln, Bomben, Gewehre: Relikte aus dem Ersten Weltkrieg, die vor mehr als 100 Jahren in den Alpengletschern verschüttet wurden, tauchen nun durch den weitgehenden Rückzug der Gletscher auf und kommen in direkten Kontakt mit den vom Gletscherschmelzwasser gespeisten Bächen. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="956809_image" /></div> <BR /><BR /><BR />Das Forscherteam hat 31 Elemente in den Larven der Mücke Diamesa Zernyi aus den 3 untersuchten Gletscherbächen quantifiziert. Besonders besorgt sind die Experten über Nickel, das sich in einer Konzentration anreicherte, die nahe an der Konzentration liegt, die für das Überleben anderer im Labor getesteter Insekten als kritisch angesehen wird.<BR />