Dienstag, 30. Mai 2017

Wieder 2 Kilo Heroin in Bozen beschlagnahmt

Erst vor wenigen Tagen ging dem Streifendienst der Quästur Bozen ein Drogenfisch ins Netz: Damals wurde ein Mann aus Varese mit 1,4 Kilogramm Heroin im Auto erwischt - das Auto war allerdings nicht sein eigenes. Jetzt wurde ein Mann aus Albanien in Bozen mit Heroin im Auto erwischt: Diesmal ist es aber das Auto des Mannes aus Varese.

Die Beamten der Staatspolizei wurden erneut fündig: Sie beschlagnahmten 2 Kilogramm Heroin.
Badge Local
Die Beamten der Staatspolizei wurden erneut fündig: Sie beschlagnahmten 2 Kilogramm Heroin.

Manchmal wiederholen sich die Geschichten: Am Montagvormittag kontrollierten die Beamten einer Streife der Bozner Staatspolizei eher zufällig einen Opel Corsa in der Venedigerstraße in Bozen. Am Steuer saß der 36-jährige Igli Lako aus Albanien.

Bald stellten die Beamten fest, dass das Auto nicht auf Lako selbst, sondern auf einen alten Bekannten geschrieben war, nämlich auf Giuseppe Limardo aus der Provinz Varese. Ihn hatte die Polizei bereits vor einigen Tagen festgenommen, da er 1,4 Kilogramm Heroin im Kofferraum versteckt hatte (STOL hat berichtet).

3,5 Kilogramm Heroin in 4 Tagen

Misstrauisch geworden, fingen die Beamten an, das Fahrzeug auseinanderzunehmen - und wurden fündig: Unter der Sitzbank fanden sie rund 2 Kilogramm Heroin versteckt, mit einem Marktwert von rund 150.000 Euro und für den lokalen Markt bestimmt. 

Laki behauptete daraufhin, Limardi nicht zu kennen und folglich nichts mit ihm zu tun zu haben - eine Aussage, die mehr als unglaubwürdig erscheint. Er wurde festgenommen.

Auf der Pressekonferenz am Dienstag: Pasquale Borsci, Leiter der Drogenfahndung in der Quästur, Fahndungschef Giuseppe Tricarico und Emilio Mineo, Vize des Streifendienstes - Foto: uli

Mit diesem Fund wurden innerhalb von nur 4 Tagen 3,5 Kilogramm Heroin in der Südtiroler Landeshauptstadt beschlagnahmt, zu Jahresbeginn wurde zudem ebenfalls ein halbes Kilo der Droge beschlagnahmt. Ein klares Zeichen für die Beamten, dass Heroin in Südtirol wieder stärker konsumiert wird als in Vergangenheit.

Heroin wird laut den Beamten entweder gespritzt oder geraucht.

stol/liz

stol