Montag, 12. September 2016

Wieder Drama am Berg: Sextner Bergführer (46) stürzt in den Tod

Die Serie an tödlichen Bergunfällen geht weiter: Am Montagvormittag ist der 46-jährige Bergführer Peter Mair aus Sexten auf der Belluneser Seite des Zwölferkofels abgestürzt. Für ihn kam jede Hilfe zu spät. Mair war mit einer deutschen Urlauberin unterwegs, die den Notruf abgesetzt hat.

Der Bergführer Peter Mair aus Sexten hat in seinen geliebten Bergen den Tod gefunden. - Foto: Alpinschule Drei Zinnen
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Der Bergführer Peter Mair aus Sexten hat in seinen geliebten Bergen den Tod gefunden. - Foto: Alpinschule Drei Zinnen

Peter Mair, ein Mitbegründer der Alpinschule Drei Zinnen, ist am Montagvormittag beim Aufstieg auf den Zwölferkofel (3090 m) abgestürzt.

Der Bergführer, der mit seiner Begleiterin von der Belluneser Seite aufgestiegen war, befand sich auf dem Normalweg unterhalb der Zwölferscharte auf etwa 2700 Metern, als er plötzlich den Halt verlor und in die Tiefe stürzte. Es wird vermutet, dass sich ein Griff gelöst haben könnte.

Peter Mair dürfte auf der Stelle tot gewesen sein. Er hatte am vergangenen Donnerstag seinen 46. Geburtstag gefeiert.

Begleiterin unverletzt, aber geschockt

Die deutsche Urlauberin, die Mair wie viele andere zuvor auf der Tour geführt hatte, war glücklicherweise gesichert und blieb unverletzt. Die erfahrene Bergsteigerin, die schon mehrere Touren mit Mair gemacht hatte, setzte den Notruf ab.

Die Bergung des Abgestürzten übernahmen der Bergrettungsdienst von Auronzo und der Rettungshubschrauber des Aiut Alpin Dolomites.

Aufgrund der Beschaffenheit der Absturzstelle gestalten sich die Bergungsarbeiten als ausgesprochen schwierig. Der Zwölferkofel gilt als anspruchsvoller und schwieriger Berg, der nur von erfahrenen Kletterern bestiegen werden sollte.

9 Bergtote in 2 Wochen

In den vergangenen 2 Wochen haben somit 9 Bergsteiger aus Südtirol oder in den Südtiroler Bergen ihr Leben verloren.

stol/ds 

stol