<b>Von Micaela Taroni<BR /></b><BR />Der Mann befindet sich nun in nicht lebensbedrohlichem Zustand unter Aufsicht im Krankenhaus Papa Giovanni XXIII in Bergamo und steht wegen vorsätzlichen Mordes unter Arrest. In den nächsten Stunden soll er verhört werden. <BR /><BR />Ersten Ermittlungen zufolge wurde Valentina Sarto mit Messerstichen in den Rücken und in den Hals ermordet. Weitere Details werden sich aus der Obduktion ergeben, die in den nächsten Tagen in der Leichenhalle desselben Krankenhauses durchgeführt wird. Die Leiche der Frau wurde nach Abschluss der Ermittlungen dorthin gebracht. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1290705_image" /></div> <BR /><BR /> Valentina Sarto arbeitete im „Baretto“, einem traditionsreichen Lokal, das als Treffpunkt für Fans des Fußballklubs Atalanta Bergamo gilt. Ihr Ehemann war derzeit arbeitslos. Das Paar war seit zehn Jahren zusammen und hatte im Mai des vergangenen Jahres geheiratet. Unklar ist bislang, was den Streit am Morgen ausgelöst hat.<h3> Sarto wollte ihren Mann offenbar verlassen</h3>Ersten Erkenntnissen zufolge befand sich die Beziehung in einer Krise und die Frau erwog eine Trennung. Anzeigen gegen den Mann lagen nicht vor. Eine Nachbarin berichtete jedoch, sie habe die beiden häufig streiten gehört. Laut Medienberichten hatte die Frau seit Februar eine Beziehung zu einem Mann und wollte Dongellini verlassen. <BR /><BR />Die Wohnung des Ehepaares wurde beschlagnahmt. Bergamos Bürgermeisterin Elena Carnevali äußerte sich zu dem Fall und sprach von einer „tiefen Wunde für die Stadt“ sowie von einem „erschütternden Verbrechen“. Gewalt gegen Frauen beginne nicht plötzlich, sondern entwickle sich oft schrittweise - durch Kontrolle, Isolation und Drohungen. Es brauche mehr Prävention, Bildung und Unterstützungssysteme, um betroffene Frauen zu schützen.<BR /><BR />„Jeder Tag muss ein Tag der Verantwortung und des Handelns sein“, erklärte die Bürgermeisterin. Es gehe darum, Beziehungen zu fördern, die auf Respekt und Freiheit basieren, und eine neue Kultur zu schaffen. Nach Angaben von Frauenverbänden ist Valentinas Tod der elfte Frauenmord seit Jahresbeginn.