Die mutmaßliche Tatwaffe wurde in der Nähe der Wohnung unweit eines Müllcontainers entdeckt. Noch ist unklar, ob das Messer aus der Wohnung der Frau stammt oder ob der Täter es mitgebracht hatte. Sollte sich Letzteres bestätigen, könnte sich der Vorwurf der Staatsanwaltschaft auf vorsätzliche Planung der Tat verschärfen.<BR /><BR />Die Beziehung zwischen Zinnanti und Bonfiglio war von häufigen Trennungen sowie Versöhnungen geprägt. Laut Angehörigen kam es wiederholt zu Gewalt. Der Bruder der Getöteten, Roberto Zinnanti, sprach von einem „angekündigten Feminizid“. Der Mann habe seine Schwester bereits zuvor schwer misshandelt und ihr dabei sieben Rippen gebrochen. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1287054_image" /></div> <BR /><BR />Bereits im vergangenen Jahr hatte die 50-Jährige Anzeige gegen ihren Partner erstattet, zog diese jedoch später zurück. Anfang 2026 soll Bonfiglio sie erneut angegriffen haben. In diesem Zusammenhang war er wegen Gewaltdelikten unter Hausarrest gestellt worden. Nach einigen Wochen kam er wieder frei, angeblich mit der Auflage, eine elektronische Fußfessel zu tragen - die er zum Zeitpunkt der Tat jedoch offenbar nicht trug. Laut den Ermittlern soll Bonfiglio seine frühere Partnerin aufgesucht haben, um mit ihr zu sprechen und möglicherweise eine Versöhnung zu erreichen. Die Frau habe dies jedoch abgelehnt. Daraufhin soll der Mann ein Messer genommen und mehrfach auf sie eingestochen haben. Entdeckt wurde die Tat von der Tochter der Frau, die beim Anblick der Leiche einen Schwächeanfall erlitt und ins Krankenhaus gebracht werden musste.<BR /><BR />Die Untersuchung dauert an. Ermittler werten derzeit Überwachungsvideos aus der Umgebung aus und versuchen, den genauen Ablauf der Tat zu rekonstruieren.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1287057_image" /></div> <BR /><BR />Der Fall löste auch politische Reaktionen aus. Im italienischen Parlament wurde eine Schweigeminute für Daniela Zinnanti und alle Opfer von Femiziden abgehalten. Abgeordnete verschiedener Parteien forderten eine genauere Überprüfung der bestehenden Schutzmaßnahmen gegen Gewalt an Frauen sowie eine bessere Kontrolle von Auflagen wie Hausarrest oder elektronische Überwachung.