Sonntag, 01. November 2015

Wieder Gewalt in den USA: vier Tote bei Schüssen

Bei zwei spektakulären Schießereien in den US-Bundesstaaten Colorado und North Carolina sind am Wochenende mindestens vier Menschen gestorben. Mitten in der Nacht eröffnet ein Mann das Feuer auf dem Campus einer Universität in North Carolina. Ein Mensch stirbt. Kurz zuvor hatte ein anderer Täter in Colorado drei Menschen erschossen. Die Motive sind noch völlig offen.

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Ein Mann erschoss auf dem Campus der Winston-Salem-Universität im Bundesstaat North Carolina einen Menschen. Ein weiterer sei bei dem Angriff in der Nacht zum Sonntag verletzt worden, teilte die Universität mit. „Wir glauben, dass es sich bei den Opfern um Studenten handelt“, heißt es in dem Statement.

Die Sicherheitskräfte des Campus in North Carolina hätten am frühen Morgen die Polizei alarmiert, hieß es. „Wir glauben, dass es sich bei dem Täter nicht um einen unserer Studenten handelt“, sagte Universitätssprecher Aaron Singleton bei CNN. Die Universität sei mehrere Stunden abgeriegelt worden, aber dem Schützen sei die Flucht gelungen, teilte die Universität auf ihrer Facebook-Seite mit. Es gebe einen Verdächtigen, nach dem die Polizei fahnde.

Die Hintergründe der Tat waren noch unklar.

Auch in Colorado

Am Samstag hatte ein schwer bewaffneter Mann im Bundesstaat Colorado mitten auf der Straße drei Menschen getötet.

Bei den Opfern im Bundesstaat Colorado handele es sich um einen Fahrradfahrer und zwei Frauen, berichtete CNN am Sonntag unter Berufung auf die Polizei. Augenzeugen hätten die Polizei gerufen, die sich daraufhin vor einem Fast-Food-Restaurant einen Schusswechsel mit dem mutmaßlichen Täter geliefert habe. Der Verdächtige sei dabei erschossen worden.

Die Tat sei in der Stadt Colorado Springs rund 100 Kilometer südlich von Denver geschehen. Zu den Motiven des Mannes wurde zunächst nichts bekannt.

Die Umgebung wurde für die Ermittlungen der Polizei weiträumig abgeriegelt.

In den USA kommt es häufig zu Gewalttaten mit Schusswaffen, oft auch an Universitäten. US-Präsident Barack Obama hat allein 15 Reden zu der Problematik gehalten. Er will schärfere Gesetze zur Kontrolle von Schusswaffen durchsetzen, die bisher allerdings von der mächtigen Waffenlobby blockiert werden. Viele Amerikaner halten die Bewaffnung der Bevölkerung für die einzige Möglichkeit, Verbrechern wirksam entgegenzutreten. Die Mordrate vor allem in Großstädten ist in diesem Jahr deutlich nach oben gegangen.

dpa

stol