Montag, 06. Juli 2020

Wieder mehr als 1000 aktive Corona-Kranke in Österreich

Erstmals seit dem 19. Mai gibt es in Österreich wieder mehr als 1000 mit dem Coronavirus SARS-COV-2 infizierte Menschen. Nach den am Montag veröffentlichten Zahlen des Innenministeriums waren 1012 Menschen aktiv an Covid-19 erkrankt.

Die Zahl der neuen Covid-19-Fälle steigt weiter an.
Die Zahl der neuen Covid-19-Fälle steigt weiter an. - Foto: © APA (dpa) / Britta Pedersen
Insgesamt gab es in Österreich bisher 18.365 positive Testergebnisse, 706 sind bisher an oder mit Covid-19 gestorben, 16.647 sind wieder genesen.

Derzeit befinden sich 78 Menschen aufgrund des Coronavirus in krankenhäuslicher Behandlung, davon 10 auf Intensivstationen. Gegenüber Sonntag sind 85 Infektionen hinzugekommen, die weitaus meisten erneut in Oberösterreich mit 57. Wien folgte an zweiter Stelle mit 21. 5 gab es in Niederösterreich, je einen in Salzburg und der Steiermark. In den anderen Bundesländern wurden keine weiteren Fälle registriert.

Auch bei den aktiv Erkrankten insgesamt liegt Oberösterreich mit 414 derzeit an erster Stelle. Die stärksten Zuwächse wurden in den Bezirken Linz-Stadt, Linz-Land und Perg verzeichnet. Stand Montagfrüh wurden 22 Patienten in Spitälern auf Normalstationen und einer auf der Intensivstation behandelt. 2854 Personen waren in Quarantäne.

Infektions-Fälle in Schlachthöfen

Die Infektions-Fälle in oberösterreichischen Fleischverarbeitungsbetrieben und Schlachthöfen wurden bei einem Screening gefunden, wie Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am Montag bekannt gab. „Das unterstreicht die Wichtigkeit und Effektivität unserer erweiterten Teststrategie“, sagte Anschober.

Die Gesundheitsbehörden haben nun ein österreichweites Screeningprogramm für das Coronavirus gestartet. Demnach sind 25.000 bis 30.000 freiwillige Tests pro Woche möglich. Dafür sind 240 Millionen Euro bis Jahresende vorgesehen.

Ziel ist es Anschober zufolge, in potenziellen Risikobereichen - unter anderem Pflege- und Altersheime, Gesundheitseinrichtungen (Arztpraxen, Krankenhäuser etc.) - durch regelmäßige, risikobasierte Testungen Frühwarnsysteme aufzubauen.

Die 3 betroffenen fleischverarbeitenden Betriebe in Oberösterreich zeigten sich unterdessen im Gespräch mit der APA optimistisch, dass die Infektionsketten mittlerweile ausgeforscht seien und es zu keinen weiteren daraus resultierenden Fällen mehr kommen werde. Alle betonten ihre hohe Bereitschaft zu testen und die strengen Hygienemaßnahmen.

apa

Schlagwörter: