Dabei bekommt das ahnungslose Opfer E-Mails vom Yahoo/Gmail-Absender: Der Empfänger wird aufgefordert, seine Zugangsdaten des E-Mail Accounts neu einzugeben. Nach der erfolgten Neueingabe werden das Passwort, alle Kontakte, und sogar der Inhalt der einzelnen E-Mails gestohlen.„Alle Informationen werden dann für betrügerische Zwecke verwendet“, warnt die Postpolizei.Von den Kriminellen wird ein neuer Account erstellt, indem der vorher erhaltene leicht verändert wird. „Mittels dieser manipulierten Accounts werden dann an die enthaltenen Kontaktadressen Zahlungsaufforderungen verschickt, indem man einen plötzlichen finanziellen Engpass der Person, dessen Account verändert wurde, vorgibt - z.B. eine Reise ins Ausland, bei der man gerade Geld und Dokumente verloren hat, und so wieder ins Heimatland zurückreisen kann, aber auch ein Verkehrsunfall oder ein plötzlicher Todesfall und ähnliches“, erklärt die Quästur.Es habe bereits Fälle gegeben, wo Zahlungsaufforderungen erfolgten und die verunsicherten Freunde und Bekannte Geld verschickten, „das aber nie die Bekannten oder Verwandten erreichte, sondern eben nur die Kriminellen.“Die Postpolizei rät deshalb, sich gut zu vergewissern ob der Bekannte/Verwandte sich wirklich in Not befindet, um die Wahrhaftigkeit der Anfrage zu überprüfen, bevor man Geld verschickt. „Des weiteren sollte man in seinem E-Mail-Account und E-Mails nie Zugangsdaten, persönliche Dokumente o.ä. speichern. Die Personen, die Opfer eines Phishing-Angriffs wurden, können sich direkt an den E-Mail- Anbieter wenden, damit das Passwort zurückgesetzt wird. Falls dies nicht möglich sein sollte, kann er mit Hilfe des E-Mail-Anbieters auch seinen E-Mail-Account sperren lassen.“