<BR /><BR />Wie die Trienter Staatsanwaltschaft in einer Aussendung mitteilt, hatte die Antimafia-Staatsanwaltschaft mit der Spezialeinheit der Carabinieri ROS bereits im Herbst 2023 Ermittlungen gegen den jungen Elektrotechniker aufgenommen. Er war aber damals schon kein unbeschriebenes Blatt. <BR /><BR />Er war nämlich bereits als Minderjähriger ins Visier der Jugendstaatsanwaltschaft geraten. Damals hatte er auf Anweisung des Jugendgerichts an einem von mehreren Institutionen organisierten Programm zur Entradikalisierung teilgenommen. Allerdings nicht bis zum Schluss – wegen der Corona-Krise stieg er aus, heißt es in der Aussendung. <BR /><h3> Wollte offenbar Bombe basteln </h3>Im September 2023 nahmen die Behörden schließlich erneut Ermittlungen gegen den mittlerweile Volljährigen aufgenommen. Dabei stellten die Ermittler offenbar fest, dass der junge Mann nicht nur Propaganda für nationalsozialistische Ideologien sowie für die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) in sozialen Netzwerken betrieben haben soll.<BR /><BR /> Der technisch und technologisch versierte Verdächtige sei laut Staatsanwaltschaft im Begriff gewesen, eine moderne Bombe zu bauen, die er auch aus der Ferne hätte zünden können. <h3> Soll versucht haben, 10-jährigen Bruder zu radikalisieren </h3>Darüber hinaus soll der Elektrotechniker versucht haben, seine Angehörigen zu radikalisieren, darunter auch seinen erst 10-jährigen Bruder. Mit einem anderen volljährigen Bruder soll er darüber geredet haben, eine Schusswaffe zu kaufen. <BR /><BR />Bei der Wohnungsdurchsuchung entdeckten die Beamten eine Gasmaske, eine beträchtliche Menge Schießpulver sowie eine Reihe von Gegenständen, mit denen u. a. Geräte zum Aufspüren von Wanzen sowie Funkfernbedienungen hergestellt werden können. <BR /><BR />Zur Vollstreckung des Haftbefehls kam es nun u. a. deshalb, weil der junge Verdächtige auch telefonisch versucht haben soll, genaue Anweisungen zur Herstellung eines Sprengsatzes zu erhalten. <BR /><BR />Der Mann sitzt derzeit im Gefängnis in U-Haft – gegen ihn gilt die Unschuldsvermutung. Das Verfahren ist noch in der Vorerhebungsphase, die Ermittlungen laufen weiter auf Hochtouren.