Freitag, 11. Oktober 2019

Mann legt Schwerverletzte in Parklücke ab und geht

Ein Mann hat in der Nacht auf Freitag in der österreichischen Hauptstadt Wien eine schwer verletzte Frau aus einem Mehrparteienhaus getragen und zwischen geparkten Autos auf der Straße abgelegt. Zeugen leisteten der Bewusstlosen Erste Hilfe und verständigten Polizei und Berufsrettung.

Der Tatort in Wien-Wieden.
Der Tatort in Wien-Wieden. - Foto: © HELMUT FOHRINGER

Die Lebensgefahr sei gebannt, hieß es am Nachmittag, die Hintergründe waren noch völlig unklar. Der Mann wurde festgenommen. Die 26-Jährige wies nach Angaben von Polizeisprecher Markus Dittrich schwere Verletzungen im Kopf- und Gesichtsbereich auf.

„Sie wurde mit Verdacht auf Schädelhirntrauma in ein Spital gebracht“, sagte er der APA. „Zunächst hatte sich die Frau in einem lebensbedrohlichen Zustand befunden, mittlerweile ist sie außer Lebensgefahr.“ Noch habe die 26-Jährige nicht befragt werden können - die Ermittler warteten auf die Erlaubnis der Ärzte.

Aussagen konnten noch nicht abgeglichen werden

Der Mann wurde hingegen einvernommen. Da seine Aussagen noch nicht mit den Angaben der Frau abgeglichen werden können, hielt sich der Polizeisprecher bezüglich der bisherigen Ermittlungsergebnisse äußerst bedeckt.

Passanten hatten den Verdächtigen beobachtet, wie er die offensichtlich schwer verletzte Frau aus dem Haus trug und sie zwischen abgestellten Autos ablegte. Anschließend ging er zurück in das Gebäude in der Nähe des Wiener Hauptbahnhofs. Polizisten fanden eine Wohnungstür offen vor, in der Wohnung wurde der 25-Jährige festgenommen.

In welcher Beziehung der Mann und die Frau standen - beide sind laut Dittrich Österreicher -, wurde zunächst nicht bekanntgegeben. Die 26-Jährige habe jedenfalls nicht offiziell in der Wohnung gelebt.

apa