„Diese hatte die Verwaltung in Auftrag gegeben, um auf der Grundlage der bereits vorliegenden Studien mit konkreten Zahlen die Auswirkungen der Seilbahn auf den Wertschöpfungs- und damit Wirtschafskreislauf in und um Brixen aufzuzeigen“, so die Gemeinde Brixen. Der Bau einer Seilbahn bewirke einen erheblichen Anstieg der touristischen Wertschöpfung in Brixen, welche die Kosten für die Investition bei weitem übertreffe, so die Studie. Vor allem profitierten durch die Investitionen in die Seilbahn und in Folgeprojekte - Hotels oder Freizeitinfrastrukturen - auch andere Wirtschaftsbereiche und damit insgesamt die Wirtschaft und der Arbeitsmarkt in und um Brixen. "Touristische Entwicklung steht still"WIFO-Direktor Lun analysierte anhand von touristischen Kennzahlen die Position Brixens als Tourismusstandort im südtirolweiten Vergleich. Brixen hinke vergleichbaren Städten wie Bruneck und Meran aber auch der Gesamtentwicklung auf Landesebene seit Jahren hinterher, so Lun.Dies betreffe sowohl die Tourismusintensität und die touristische Aufnahmekapazität, als auch die Bettenauslastung (ca. 37 Prozent in Brixen, fast 50 Prozent in Bruneck und Meran), den Anteil an Betten im 4- und 5-Sterne-Segment (40,5 Prozent in Meran, 18,6 Prozent in Brixen) sowie die Durchschnittspreise für Zimmer (91,8 Euro in Brixen – 112,7 Euro in Bruneck - 142,7 Euro in Meran). Die niedrigere Tourismusintensität in Brixen schlage sich auch im Einzelhandel nieder.Der Anteil der so genannten Streuumsätze, die durch Pendler und Touristen erzielt werden, betrage im Eisacktal lediglich 15,9 Prozent. Im Pustertal sind es laut WIFO im Vergleich 23,7 Prozent. Brixen als GanzjahresdestinationVor allem die Übergangszeiten – im Frühjahr und im Herbst – würden in Zusammenhang mit einer Seilbahn noch viel Potential bieten, um Gäste anzuziehen, sodass Brixen sich als Ganzjahresdestination profilieren könnte, heißt es in der Studie. Derzeit generiere der Tourismus in Brixen eine Wertschöpfung von ca. 45 Millionen Euro jährlich, ein Wert, der in den vergangenen 10 bis 15 Jahren beinahe unverändert geblieben sei. Eine Seilbahn würde sich nicht nur positiv auf die Wertschöpfung im Tourismus auswirken, sondern auch auf jene in anderen Wirtschaftsbereichen, so Lun. Beim Bau der Seilbahn könne die Wertschöpfung in der Gemeinde Brixen im 15. Jahr nach der Fertigstellung der Seilbahn um 21,4 Millionen höher sein als ohne die Investition in das Seilbahnprojekt, heißt es in der Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts. Die Kosten des Projekts würden bereits im sechsten Jahr nach der Fertigstellung von der zusätzlich erzielten Wertschöpfung übertroffen.