Samstag, 04. November 2017

Wikipedianer: Nicht jedem Artikel des Online-Lexikons vertrauen

Ein erfahrener Wikipedia-Autor warnt vor manchen Artikeln des Online-Lexikons.

Einem erfahrenen Wikipedia-Autor zufolge dürfe man nicht allem glauben, was auf Wikipedia veröffentlicht wurde.
Einem erfahrenen Wikipedia-Autor zufolge dürfe man nicht allem glauben, was auf Wikipedia veröffentlicht wurde. - Foto: © shutterstock

„Wir denken viel zu oft: Was auf Wikipedia steht, stimmt alles“, sagte ein Autor mit dem Pseudonym „Magiers“. Statt jeder Information blind zu vertrauen, sollten sich Nutzer genau ansehen, ob die Informationen aus guten Quellen stammen. Das sei nötig, weil für die Qualitätskontrolle der Artikel Laien verantwortlich sind.

Zwar müssen langjährige Schreiber die Beiträge unerfahrener Autoren überprüfen, bevor sie online gehen – „doch das verhindert nur die ganz groben Schnitzer“, warnte er.

Namen der Schreiber bleiben geheim

„Magiers“ ist Mitglied einer 8-köpfigen Jury, die am Samstag in München die besten Wikipedia-Artikel prämiert. Seinen echten Namen verrät er wie viele andere Autoren nicht. Das Lexikon bemühe sich, Klarnamen der Schreiber geheimzuhalten, sagte ein Sprecher. In manchen Regionen der Welt wären Autoren sonst gefährdet.

Wikipedia gehört zu den meistbesuchten Webseiten in Deutschland. 5000 bis 6000 regelmäßige Autoren pflegen mehr als 2,1 Millionen deutschsprachige Artikel. Jährlich kommen etwa 130.000 dazu.

dpa

stol