Gegründet wurde die „k. und k. forsttechnischen Abteilung für Wildbachverbauung“ im Jahr 1884, da zwei Jahre zuvor die südlich des Alpenhauptkammes gelegenen Gebiete der Monarchie – vor allem Südtirol – von einer großen Hochwasserkatastrophe heimgesucht worden waren. Die Einrichtung der ersten Bauleitung auf Südtiroler Boden in Brixen geht auf das Jahr 1885 zurück. Brixen war daher auch Austragungsort der 125-Jahr-Jubiläumsfeier. Heute zählt der Sonderbetrieb des Landes über 200 Bauarbeiter und rund 80 Techniker und Verwaltungsangestellte. Luis Durnwalder nutzte die Jubiläumsfeier, um allen ehemaligen und derzeitigen Mitarbeitern der Wildbachverbauung für ihren großen Einsatz zu danken.„Um für die Lebens- und Wirtschaftsräume Sicherheit zu garantieren, muss Vorsorge getroffen werden. Ohne die Leistungen der Wildbachverbauung hätte die Entwicklung in Südtirol in den letzten Jahrzehnten niemals so gut verlaufen können“, unterstrich der Landeshauptmann. Die Wildbachverbauung habe sich um Südtirol sehr verdient gemacht. Zum Aufgabengebiet der Wildbachverbauung zählen die Regulierungs- und Schutzbauten an den Wasserläufen, die Stabilisierung von Hängen, der Lawinenschutz sowie die Aufsicht über die Stauanlagen. Insgesamt verwaltet die Abteilung Wasserschutzbauten heute ca. 45.000 Schutzbauten im ganzen Land. Allein für das Jahr 2009 beliefen sich die Gesamtausgaben der Wildbachverbauung auf 30 Millionen Euro. Drei Schwerpunkte für die ZukunftBei der Feier ging es aber nicht nur um die Vergangenheit. Der Direktor der Abteilung Wasserschutzbauten, Rudolf Pollinger, blickte in seiner Rede in die Zukunft.Es werde, so Pollinger, vor allem um drei Schwerpunkte gehen: die Umsetzung der Gefahrenzonenplanung, die vermehrte Berücksichtigung von ökologischen und ästhetischen Aspekten bei der Realisierung von Schutzbauten und schließlich – wo aus Umweltgründen nötig und durchführbar – um den Rückbau von Verbauungen. Die Feier endete schließlich mit der Präsentation eines Films über die Entwicklung der Wildbachverbauung und des interaktiven Spiels "Flux", mit dem vor allem Jugendliche angesprochen werden sollen.