Jagdaufseher Oskar Ladstätter, der für die Reviere Percha und Bruneck sowie teilweise auch für jenes von Gais zuständig ist, bestätigt den Fall auf der Perchiner Aschbachalm. Und es war nicht der erste. <BR /><BR />Denn bereits im Frühjahr hatten dort Tiere auf der Suche nach Fressbarem, vor allem nach Wurzeln und Mäusen, eine größere Fläche umgegraben. Die Löcher seien zum Teil knietief gewesen. In der vorigen Woche kam dann noch einmal eine kleinere Fläche von etwa 10 Quadratmetern hinzu. Trotz allem seien die Schäden überschaubar, meint Ladstätter. „Ein Problem ist das Schwarzwild bei uns jedenfalls nicht.“ Denn insgesamt gebe es im Pustertal nur sehr wenige Tiere.<BR /><BR /><embed id="dtext86-65418411_quote" /><BR /><BR />Von einer dauerhaften Anwesenheit von Wildschweinen oder gar von einer fixen Population könne keine Rede sein. „Die Tiere sind sporadisch da. Immer wieder wandern sie durch, manchmal ist es auch nur ein einzelnes Individuum.“ Und meist sind sie in den gleichen Orten anzutreffen. Bisher wurden ihre Spuren in Olang, Prags, Toblach und Sexten festgestellt. <BR /><BR />„Die Aschbachalm in Percha ist insofern ein neues Gebiet“, erklärt Ladstätter. Derzeit dürfte sich dort ein einzelnes Schwein aufhalten, „vielleicht sind es auch 2 oder 3 Tiere“, aber wie lange sie schon da sind bzw. wie lange sie noch bleiben, könne man nicht sagen. „Denn die Tiere sind sehr scheu und lassen sich kaum blicken“, erklärt der Jagdaufseher. Außerdem seien sie vor allem nachtaktiv, was es selbst für Jäger schwierig mache, sie ausfindig zu machen.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1045413_image" /></div> <BR /><BR />Die geringe Zahl von Wildschweinen belegen auch die wenigen erlegten Tiere. „Pro Jahr sind es keine 10 Stück in ganz Südtirol“, sagt Ladstätter. Und so lange sie nur auf Almen und in Wäldern seien, halten sich auch ihre Schäden in Grenzen. Im Frühjahr musste zwar ein Bagger die Fläche auf der Aschbachalm planieren, effektive Schäden seien aber kaum entstanden. Und dass ein Bagger notwendig sei, sei auch die Ausnahme. „Normalerweise beseitigen Jäger und Freiwillige die Spuren.“<BR /><BR />Von richtigen Schäden könne erst gesprochen werden, wenn die Tiere in den Tallagen wüten. Doch dort seien sie bisher kaum gewesen. „Und das dürfte wohl auch so bleiben“, vermutet Oskar Ladstätter. <BR /><BR />SIND WILDSCHWEINE GEFÄHRLICH?<BR /><BR /> „Wildschweine sind für den Menschen normalerweise keine Gefahr“, sagt Oskar Ladstätter. Die Tiere seien sehr scheu und großteils nachtaktiv, weshalb man sie so gut wie nie zu Gesicht bekomme. Lediglich dann, wenn man sie in die Enge treibe, oder auch, wenn eine Bache Frischlinge habe, könne das für den Menschen gefährlich werden.