<BR /><BR />Die österreichischen Kollegen hatten kürzlich die Carabinieri in Südtirol gewarnt: Mutmaßliche Einbrecher waren demnach mit einem grauen Pkw vom Typ Nissan Qashqai von Osttirol nach Südtirol geflüchtet. <BR /><BR />Sofort stellten die Carabinieri 2 Kontrollposten, doch als das beschriebene Fahrzeug anfuhr, hielt es bei keinem der beiden an. Die Beamten nahmen also die Verfolgung des Wagens auf. <h3> Gefährliche Manöver brachten andere Verkehrsteilnehmer in Gefahr </h3>Der Lenker des Fahrzeugs soll unter anderem mit gefährlichen Manövern versucht haben, die Exekutive abzuschütteln. Dabei sei es laut Carabinieri 2 Mal fast zu einer Kollision mit anderen Fahrzeugen gekommen. <BR /><BR /> Auf dem Gemeindegebiet von Natz-Schabs bog das Fahrzeug in eine nicht geteerte Straße ab und fuhr noch etwa 200 Meter, ehe der Lenker die Kontrolle über das Fahrzeug verlor, von der Straße abkam und gegen einen Baum prallte. <h3> Nach Crash mit Baum Flucht zu Fuß </h3>Damit war die Verfolgungsjagd aber noch nicht vorbei. 3 Verdächtige sollen nämlich aus dem Unfallwagen ausgestiegen und zu Fuß geflüchtet sein – in 3 verschiedene Richtungen. <BR /><BR />Die Carabinieri holten Verstärkung – insgesamt 20 Beamte der Kompanien Bruneck, Brixen und Sterzing fahndeten nach den 3 Männern. Nach 2 Stunden fanden sie die Verdächtigen: Sie sollen versucht haben, sich in einem Heustadel zu verstecken.<h3> Verdächtiger versteckte sich im Heu </h3>Die Ordnungshüter umzingelten den Stadel – und nahmen zuerst einen 25-jährigen Kolumbianer fest, der Widerstand geleistet und dabei einen Beamten verletzt haben soll. Anschließend fanden sie einen 23-jährigen Chilenen, der sich auf einem Heulader im Heu versteckt hatte. <BR /><BR />Dem dritten Verdächtigen, einem Kubaner, gelang die Flucht in die anliegenden Obstwiesen. Nach einer halben Stunde bemerkte ihn ein Beamter in einer Baumkrone: Der Carabiniere zerrte den Kubaner vom Baum herunter und nahm ihn anschließend fest. <BR /><BR />Bei den 3 Männern sowie in ihrem Wagen – den sie vor langer Zeit gemietet und nie zurückgegeben haben sollen – entdeckten die Carabinieri mehr als 2000 Euro Bargeld, Schmuck, zahlreiche Kleidungsstücke sowie Luxustaschen und -schuhe. <h3> Verdacht: Villa in Rom im Februar überfallen </h3>Um strafrechtlichen Folgen zu entgehen, soll der Kubaner laut Carabinieri auch angegeben haben, minderjährig zu sein. Die Beamten konnten sein wahres Alter aber überprüfen: Er ist 19 Jahre alt. <BR /><BR />Die 3 Männer wurden wegen des Besitzes von Gegenständen, die in Österreich gestohlen worden waren, Widerstand und Gewalt gegen Amtspersonen angezeigt. Darüber hinaus stellten die Beamten fest, dass gegen den Chilenen bereits wegen eines Einbruchs in Rom ermittelt wird, den er im vergangenen Februar begangen haben soll. <BR /><BR />So soll er gemeinsam mit 2 Komplizen den Eigentümer einer Villa in seinem Haus gefesselt und ihm sowie seinen Angehörigen mit einer Waffe gedroht haben und sich den Inhalt eines Tresors aushändigen lassen. <BR /><h3> In Bozen hinter Gittern </h3>Wegen 10 Einbrüchen in Kärnten und Osttirol fahndete die österreichische Polizei bereits nach den 3 Männern – der europäische Haftbefehl, den die Behörden in Österreich ausgestellt hatte, traf heute bei den Carabinieri ein. Heute Vormittag fand auch die Haftprüfung für die 3 Verdächtigen statt, die im Bozner Gefängnis sitzen.