Montag, 08. Juli 2019

Wilder Freiger: Afrikaner muss Nacht am Berg verbringen

Ein 33-Jähriger aus Tansania hat in Nordtirol die Nacht auf Montag am Berg verbringen müssen. Der Afrikaner hatte bei Neustift im Stubaital eine Wanderung unternommen und dabei die Orientierung verloren, berichtete die Polizei. Er konnte Montagfrüh schließlich vom Polizeihubschrauber lokalisiert und unverletzt geborgen werden.

Der Mann aus Tansania (in neongrüner Jacke) wurde am Montagmorgen gefunden. - Foto: Zoom.Tirol
Der Mann aus Tansania (in neongrüner Jacke) wurde am Montagmorgen gefunden. - Foto: Zoom.Tirol

Der Afrikaner war gemeinsam mit einer vierköpfigen Gruppe von Neustift im Stubaital über den Sulzenauferner auf den Wilden Freiger aufgestiegen. Im Becherhaus auf Südtiroler Seite wollte die Gruppe übernachten. Der 33-Jährige war von dort aber noch weiter Richtung Wilde Pfaff und Zuckerhütl gewandert.

Als er bis zum Abend nicht wieder zum Becherhaus zurückgekehrt war, verständigte der Hüttenwirt die Rettungskräfte. Bis etwa 23 Uhr hatte der Afrikaner via SMS noch Kontakt zu einem Mitglied der Gruppe. Sein genauer Standort war aber nicht feststellbar. Aufgrund des schlechten Wetters war ein Suchflug mit dem Hubschrauber vorerst nicht möglich und auch eine Suchaktion der Bergrettung blieb zunächst erfolglos.

Am Montagmorgen konnte schließlich ein Suchflug gestartet werden. Gegen 6 Uhr konnte der Polizeihubschrauber Libelle den 33-Jährigen in der Nähe der Staatsgrenze im Bereich des „Hohen Eises“ in rund 3370 Metern Höhe lokalisieren und unverletzt bergen.

apa

stol