Montag, 20. März 2017

Wildschwein-Alarm in Rom

In Roms Stadtrandvierteln herrscht Wildschwein-Alarm. Sie hätten sich in den vergangenen Jahren stark vermehrt und seien für die Bevölkerung gefährlich geworden, berichteten italienische Medien.

Foto: © shutterstock

Am Wochenende kam ein Motorradfahrer bei einem Zusammenprall mit einem der Tiere ums Leben. Das Wildschwein hatte unvermutet die Straße gequert. Jetzt plant die Stadtverwaltung Gegenmaßnahmen.

Die Gemeinde will eine Kampagne zur Sterilisierung der Tiere starten, berichtete die römische Tageszeitung „Il Messaggero“ am Montag. Dabei will sich Rom an Barcelona und Hongkong ein Beispiel nehmen, die ähnliche Schwierigkeiten hatten.

Wildschweine sind in mehreren Teilen Italiens ein Problem. Pläne der Region Toskana, 250.000 der Tiere zu töten, haben in den vergangenen Monaten für heftige Proteste gesorgt. Umweltschützer und eine Reihe von Prominenten, darunter italienische Fernsehstars, Künstler und Intellektuelle, riefen eine Kampagne gegen die geplante Tötung der Tiere ins Leben.

Die Zahl der Wildschweine in der Toskana soll in drei Jahren von den heutigen 420.000 auf weniger als 150.000 sinken, lautete das Vorhaben der Region. Die Toskana sei derzeit gezwungen, jährlich Entschädigungen in der Höhe von 2,5 Millionen Euro an Landwirte zu zahlen, um von Wildschweinen verursachte Schäden auszugleichen, berichteten Experten.

Die Anzahl der Tiere in der Toskana sei vier Mal höher als im italienischen Durchschnitt.

apa

stol