Anfang Februar haben wir ausführlich darüber berichtet, dass die Pfarrei St. Michael die kleine Kirche für liturgische Feiern im kleineren Familien- und Freundeskreis (wie Hochzeiten und Beerdigungen) sanieren lässt. Eigentümerin der Kirche ist der öffentliche Pflegebetrieb „Zum Heiligen Geist“, der der Pfarrei vertraglich eine 30-jährige Nutzung der Kirche im Gegenzug für deren Renovierung zugesprochen hat. <BR /><BR />Zu diesem Zeitpunkt war der Großteil des Bodens für Entfeuchtungsarbeiten herausgerissen, darunter waren Mauern und Fresken einer Kirche aus dem 14. Jahrhundert gefunden worden (siehe digitale „Dolomiten“). Seitdem stehen die Arbeiten still, berichtet Recla und verweist auf laufende Abklärungen von Seiten des Landesdenkmalamtes.<BR /><BR />Landeskonservatorin Karin Dalla Torre erklärt auf Anfrage: „Die Renovierungsarbeiten in der Heilig-Geist-Kirche sind leider komplizierter als ursprünglich vermutet. Es geht vor allem um den Boden, der zum Teil mit wertvollen historischen Marmorplatten ausgelegt ist, die erhalten werden sollen. Die beiden Zementstreifen an den Längswänden wurden mit unserer Zustimmung entfernt, weil sie ein Feuchtigkeitsproblem verursachen“. Dabei sei unter dem heutigen Boden Mauerwerk gefunden worden, worauf das Amt für Archäologie hinzugezogen worden sei. Und schließlich hat sich laut Dalla Torre herausgestellt, dass die Auflage der Marmorplatten nicht stabil ist.<BR /><BR />„Nach der Kartierung der Marmorplatten durch einen Restaurator muss entschieden werden, wie der Boden denkmalgerecht stabilisiert werden kann. Möglicherweise sind auch noch archäologische Sondierungen oder Grabungen notwendig“, erklärt Dalla Torre, „erst wenn alle anstehenden Themen denkmalfachlich geklärt sind, kann weitergearbeitet werden“.<BR /><BR />Auf Nachfrage erklärt Dalla Torre zudem, dass angesichts der Renovierungsarbeiten „ein Antrag auf Beitrag für die von den Förderrichtlinien vorgesehenen Maßnahmen möglich“ ist, ein solcher aber noch nicht gestellt worden sei.