Montag, 14. März 2016

"Wir hatten eine gute Zeit": Wenn aus Trauer Worte werden

Was sagen, wenn das Unglück sprachlos macht? Das tun, wenn Trauer um sich greift? Wie helfen, wenn sechs Menschen den Tod finden? Nach dem Lawinendrama am Schneebigen Nock reicht ein Blick ins Kondolenzbuch von STOL, um die Anteilnahme über Südtirol hinaus zu erleben.

Trauer im Pustertal (im Bild die Kirche von Sand in Taufers), in Südtirol und darüber hinaus. - Foto: DLife/lo
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Trauer im Pustertal (im Bild die Kirche von Sand in Taufers), in Südtirol und darüber hinaus. - Foto: DLife/lo

"Menschenkinder sind wie Blumen. Sie blühen für Gott und er pflückt sie alle: Die einen als kleine Knospen, andere in ihrer schönsten Blüte und wieder andere, wenn ihre Blätter beim Abfallen sind", schreibt Trudi Windegger aus Bruneck. 

Ein schwerer Abschied

Abschied nehmen heißt es für die Angehörigen, Freunde und Bekannten der Lawinenopfer. Am Donnerstag werden vier der sechs Opfer, am Freitag zwei, der jungen Menschen beerdigt (Hier finden Sie den genauen Ablauf).

"...Manchem schweren Abschied folgt ein herzlicher Empfang..." Nach den tragischen Ereignissen auf dem Schneebiger Nock will auch das Männerensemble StimMen den vielen trauernden Menschen einen Augenblick gönnen, der sie mit dem Lied "Wir hatten eine gute Zeit" auf ihre Liebsten zurückblicken lässt. "Vielleicht ein Lied, das Hoffnung schenkt!", meint Michael Hildgartner.

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Ewald Oberparleiter aus St. Lorenzen schreibt: "Schrecklich was passiert ist. Mir fehlen die Worte. Ich habe zwar niemand persönlich gekannt, aber es schmerzt sehr, wenn eine Gruppe von Menschen die eigentlich nur die Natur bewundern, von so einem tragisches Unglück überrascht werden." Thomas ist überzeugt: "Die Berge tragen Trauerflor..."

"Das vielfältige Schauspiel der Berge, die Erinnerungen, aber besonders das Gefühl, dem Alltag entflohen zu sein, das Gefühl der Freiheit, und der Leidenschaft, waren die Gründe euer Liebe zu den Bergen. Fragt nicht WARUM, denkt an die schönen Stunden die ihr mit euren Liebsten verbringen durftet. Mein Beileid und viel Kraft", sind die Worte von Sepp.

Am Ende des Tunnels wieder ein kleines Licht

"In diesen schweren Stunden werden Fragen über Fragen gestellt. Die Gedanken drehen sich im Kreis, man sucht nach Antworten. Antworten die es nicht gibt, nur Gott allein, weiß warum", schreibt Silvia. Herminas Worte: "Iatz hot do Himmel 6 weitere Engl."

Auch aus Deutschland kommen Beileidsbekundungen. So schreibt Verena Bartels-de Vries aus Hamburg: "Das Geschehen zu verarbeiten scheint fast unmöglich und es bedarf viel Kraft in den kommenden Wochen. Mögen alle Angehörigen und Freunde die Kraft aufbringen, dass Unfassbare zu verarbeiten und möge das Lachen in ihre Gesichter zurückkehren."

" Eine Zeit des Schmerzes. Eine Zeit der Trauer. Eine Zeit der Stille. Eine Zeit der Dunkelheit. .....und am Ende des Tunnels wieder ein kleines Licht. Wir wünschen den Hinterbliebenen aufrichtiges Beileid, Kraft und Mut", so D. und G. Holler aus Oberhausen.

Sowohl der Bischof, als auch Landeshauptmann Kompatscher hatten offen ihre Anteilnahme kundgetan.

stol

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Hier geht es zum Kondolenzbuch.

stol