In Südtirol gibt es 3000 Skilehrer. Wegen der geschlossenen Skigebiete können sie heuer nicht ihrer Arbeit nachgehen. Sie berichten in einer Umfrage auch über ihre ungewisse Zukunft. <BR /><BR /><i>von Alexandra Geyr</i><BR /><BR />Schneebedingt sind die Loipen heuer in Ridnaun bestens präpariert, jedoch hält sich die Nachfrage nach Langlaufstunden ohne Gäste sehr in Grenzen. <BR /><div class="img-embed"><embed id="600296_image" /></div> <b>Mario Frank</b> (im Bild) aus Ridnaun, nebenberuflich als Langlauflehrer tätig, bestätigte, dass derzeit die Loipe von Langläufern genutzt wird. „Zum Glück arbeiten wir derzeit mit Einheimischen einige Stunden, was sich jedoch jederzeit wieder ändern kann. Wir möchten gerne wieder Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene anbieten. Auf alle Fälle freuen wir uns schon jetzt, wenn wieder Gäste zu uns kommen dürfen“, berichtet Mario Frank.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="600299_image" /></div> Die 35-jährige frühere Weltklasse-Biathletin <b>Karin Oberhofer</b> (im Bild), nun Ehefrau und Mutter und Langlaufskilehrerin, hat gerade ihre neue Arbeit als Koordinatorin der Biathlon Nationalmannschaft angetreten. „Mich betrifft die momentane Situation zum Glück nicht, denn als frühere Athletin gehöre ich immer noch der Militärsportgruppe an und so bin ich in diesen Job berufen worden. Ich koordiniere die italienische Biathlon Nationalmannschaft und bin derzeit für den Italienpokal hier in Ridnaun und dann für den Alpencup unterwegs. Ab Weihnachten haben wir eine zweiwöchige Pause. Dann geht es für mich wieder los. Für alle anderen hoffe ich sehr, dass sich die Lage wieder entspannt“, sagt Karin Oberhofer.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="600302_image" /></div> Auch <b>Ulli Schölzhorn</b> (im Bild), Skischulleiter der Skischule Ladurns, arbeitet derzeit gezwungenermaßen nicht als Skilehrer. „Meiner Meinung nach wurde uns mit dem Versprechen, die Skilifte am 7. Jänner aufzusperren, ein Zuckerle gegeben, nur um uns ruhig zu halten. Dann wird uns mitgeteilt werden, dass die Lifte erst im Februar öffnen dürfen, und gerade heuer haben wir so viel Schnee…“ Dann sei die Frage, ob überhaupt Gruppenskikurse stattfinden könnten oder ob es nur mehr Privatstunden geben dürfe. „Aber eines ist sicher: sobald wir aufsperren dürfen, öffnen wir auch“, ist Schölzhorn überzeugt. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="600305_image" /></div> In dieselbe Kerbe schlägt auch <b>Fabian Bernmeister</b> (im Bild), Skischulleiter und Skilehrer der Skischule Sterzing. „Ich verstehe die Maßnahmen, die eine Pandemie zur Folge hat, und dass es sie braucht, aber auch wir brauchen Sicherheit, denn die Ungewissheit macht uns zu schaffen. Die Gemeindeskikurse über Weihnachten wurden abgesagt. Das ist für die vielen Kinder hier sehr traurig.“ Viele seien hauptberufliche Skilehrer und sie hätten Verpflichtungen. „Wir wüssten alle gerne, wann wir loslegen können, denn wir sind mehr als bereit und vorbereitet“, betont Bernmeister.<BR />