Montag, 21. März 2022

„Wir verfolgen die Lage in der Ukraine aufmerksam“

Krieg im Osten, Nachrichten über beschädigte Atomanlagen, Rohstoffknappheit: Ist Südtirol auf die aktuelle Lage vorbereitet? Klaus Unterweger, Direktor der Agentur für Bevölkerungsschutz, beruhigt.

Kein Grund zur Sorge: Südtirols Zivilschützer stehen in engem Austausch mit jenen auf europäischer Ebene und sind über die aktuellsten Lagen immer informiert. - Foto: © shutterstock

Die Entwicklung ist nicht neu, wurde aber in den vergangenen Wochen befeuert: Corona-Pandemie und Ukraine-Krieg haben auch die Lebensmittelpreise in die Höhe getrieben. Die Ukraine und Russland gelten als die „Kornkammer der Welt“.
„Wir verfolgen die Lage in der Ukraine aufmerksam, und derzeit gibt keine Hinweise für eine Entwicklung, die etwa ein Horten von Lebensmitteln erfordern würde“, sagt Unterweger.

Trotzdem sei jeder gut beraten, sich ganz unabhängig von den aktuellen Ereignissen auf Notsituationen vorzubereiten. Ein Vorrat an Getränken, Nahrungsmitteln und wichtigen Verbrauchsgütern des täglichen Bedarfs sollte nicht fehlen. „Als Agentur für Bevölkerungsschutz ist es uns ein großes Anliegen, die Bereitschaft jedes und jeder Einzelnen zu stärken, Eigenverantwortung zu übernehmen. Eine Krisensituation kann nämlich mit der entsprechenden Vorbereitung viel besser bewältigt werden“, sagt Klaus Unterweger.

Wir verfolgen die Lage in der Ukraine aufmerksam, und derzeit gibt keine Hinweise für eine Entwicklung, die etwa ein Horten von Lebensmitteln erfordern würde.
Klaus Unterweger, Direktor der Agentur für Bevölkerungsschutz


Südtirols Zivilschutz wacht über mögliche Gefahrenquellen

Auf der Internetseite des Zivilschutzes gibt es auch detaillierte Anweisungen dazu, wie man sich im Falle eines nuklearen Unfalls verhalten sollte: geschlossene Räume aufsuchen, Fenster und Türen schließen, Belüftungsanlagen ausschalten, Kleidung wechseln und ungeschützte Hautstellen waschen zählen dazu.

Grund zur Sorge? Unterweger erklärt: Südtirol ist auf staatlicher und internationaler Ebene stark vernetzt und in ständigem Austausch mit dem staatlichen Zivilschutzressort in Rom, das seinerseits mit dem Zivilschutz auf europäischer Ebene und den Ministerien in Kontakt steht. „Zudem erhalten wir laufend Informationen von der Internationalen Atomenergie Agentur.“

kn

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