Mittwoch, 21. Dezember 2016

Wirbel um angebliche Prügelei in Bozen

Wirbel um eine angebliche Prügelei in Bozen: Laut italienischer Nachrichtenagentur Ansa soll eine stadtbekannte Person aus dem politisch rechten Milieu einen Bettler verprügelt haben. Die Stadtpolizei widerspricht.

Eine angebliche Prügelei in Bozen hat am Mittwoch für einigen Wirbel gesorgt.
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Eine angebliche Prügelei in Bozen hat am Mittwoch für einigen Wirbel gesorgt. - Foto: © shutterstock

In einer Pressemitteilung berichten die Ordnungshüter der Stadt Bozen am Mittwochnachmittag zwei ihrer Beamten hätten am Vormittag einen Bettler im Stadtzentrum auf seine Papiere überprüfen wollen. Der junge Mann aus Nigeria habe daraufhin allerdings die Flucht ergriffen und sei von einem Passanten – einem Mitglied eines Bozner Stadtviertelrats – gestoppt worden. Während dieses Vorgangs sei zudem ein weiterer Tourist angerempelt und verletzt worden. Der Tourist habe leicht Verletzungen davongetragen.

Später stellte sich die Grund für die Flucht des Bettlers heraus: Gegen den Mann lag ein Ausweisungsbefehl vor. Nach der Erstversorgung durch das Rote Kreuz wurde er deshalb auf die Bozner Quästur gebracht.

Der Vorfall sorgte am Mittwoch für beachtlichen Wirbel: Die Nachrichtenagentur Ansa hatte zuerst berichtet, ein Mann aus dem politisch rechten Milieu habe den Bettler verfolgt und verprügelt. Die italienische Tageszeitung „Alto Adige“ wiederum zitierte den Kommandanten der Bozner Stadtpolizei mit den Worten, der Mann habe nur seine Pflicht getan. Ob der Passant dem politisch rechten Milieu angehört, dazu äußert sich die Stadtpolizei in ihrer Aussendung nicht.

stol

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